Archiv der Kategorie: Tierschutzverein Bunte Kuh e.V.

Meldungen und Infos vom Tierschutzverein Bunte Kuh e.V.

Entenfütterung mit Brot???

Auf ein Wort, Leute!

Es ist Winter und es ist kalt. Doch wir wollen kein Brot oder anderes Backwerk! Es enthält viel zu viel Salz und Zucker – für uns ist das sehr ungesund! Außerdem quillt alles in unseren Mägen auf und wir haben dann erhebliche körperliche Beschwerden. Das kann zu unserem Tod führen! Wir sind eigentlich Pflanzenfresser aber keine Veganer. Es kann auch mal eine Kaulquappe oder Libelle mit durch unseren Hals gehen. Auch Würmer, Schnecken, kleine Frösche, Eierschalen, Körner und Insekten jeder Art. Normalerweise holen wir unser Futter vom Grund unseres Gewässers oder auch von Wiesen. Das klappt auch im Winter. Einige von uns sind einfach zu bequem und fressen euer Brot – aber viele sterben daran!

Helft Ihnen! Kauft euer Brot ausreichend NUR FÜR EUCH. Dann entsteht für uns keine Gefahr und auch weniger Verschwendung von Lebensmitteln. Behaltet also bitte eure Backwaren und wir können uns noch sehr oft wiedersehen.

Text und Bild: Jürgen Sattler

Kater in Neermoor zugelaufen

Der Kater hat ein schönes Zuhause gefunden!
Wem gehört dieser Kater oder wer kennt ihn?
Er ist etwa 6 Monate alt, nicht kastriert und nicht gechipt.
Der Kater ist sehr anhänglich und Menschen gewohnt!
Er tauchte am 12. Januar in Neermoor auf und möchte ins Haus – die Begeisterung des dort bereits wohnhaften Katers ist diesbezüglich sehr gering.
Wo gehört dieser Kater hin?
Tel 0491-999 20201

Durch die Lappen gegangen – welcher Jäger kennt noch deren Bedeutung?

Durch die Lappen gegangen – welcher Jäger kennt noch deren Bedeutung?

Heute wurde wieder eine Jagd bei uns veranstaltet.

Eigentlich müsste vorher darüber informiert werden, damit Spaziergänger, Radfahrer oder andere Bürger nicht in das Jagdgeschehen hineingeraten.

Zwei Spaziergängern mit Hunden (angeleint) sind allerdings im Raum Weener in so eine Jagd hineingeraten – aber wen interessiert es schon?

Handlungsbedarf besteht erst, wenn es zu einem Jagdunfall kommt.

Bei uns wurde auch niemand vorher informiert.

Zum Glück waren unsere Katzen im Haus und wir konnten die Katzenklappen noch verschließen. Auch wenn ein Jäger nicht gerade auf unsere Katzen schießt – die freilaufenden Jagdhunde würden unsere Katzen würgen.

Freilaufende Hunde sind eigentlich nicht erwünscht, dabei sind unsere „Sofa-Fuffis“ wesentlich harmloser, als ausgebildete Jagdhunde: diesen Hunden hat man nicht nur das Vorstehen oder Apportieren beigebracht! Wie schrieb ein Jäger in einem Jagdforum:

Wie verhindere ich, dass so ein Spinner Nachbars Kater von 7 kg zur Schärfeprüfung mitbringt, ohne ihm vorher die Krallen zu stutzen?

Lebensverachtung pur!

Abgesehen davon, dass das Jagdgesetz veraltet ist – es stammt noch aus dem dritten Reich (Göring) – gab es früher immer eine Regelung:

Lappen wurden an Bäumen und Gegenständen befestigt. Flüchteten Tiere und liefen zwischen diesen Markierungen durch, wurden sie nicht mehr verfolgt. Sie gingen dem Jäger durch die Lappen!

Wenn Tiere heute bejagt werden, sind sie durch High-Tech und Vorgehensweise meist chancenlos. Wenn die Tiere eines Maisfeldes geschossen werden sollen, wird das Maisfeld gemäht und außen herum stehen auf 6 Meter Abstand meist 2 Jäger. Welche Chance hat dann das Tier?

Als heute um unser Haus herum geballert wurde, flüchtete das Rehwild panisch aus der Schonung in die Richtung unseres Gartens. Dieser ist nach hinten offen und bei Gefahr flüchten sich die Tiere dort hin.

Ich gebe zu, dass niemand, soweit wir sehen konnten, eines dieser Rehe erschossen hat! Aber der Fluchtweg war versperrt! Ein Jägersmann stand genau dort, wo der Wildpfad zu unserem Garten führt. Die Rehe drehten panisch wieder um und rannten in die andere Richtung. Aber mindestens ein Hase wurde geschossen und demnächst ist wieder in der Zeitung zu lesen, dass der Rückgang der Hasenpopulation von der Jägerschaft bedauert wird.

Bei uns lebte wohl mindestens ein Hase zu viel!

Das Geschrei ist groß, wenn es um die Novellierung der Jagd geht. Wahrscheinlich hat man Angst, dass die unterhaltsame Schießbude verkleinert wird…

 

V.i.S.d.P.: Renate Ankelmann

Feldhasen_Petkum, Foto: Eilert Voss
Hasenjagd in Emden, Foto: Eilert Voss
Feldhase, Foto: Eilert Voss

Silvesternacht

Zuflucht

Zuerst einmal möchte ich allen Lesern für das Neue Jahr 2019 alles Gute, Gesundheit und Zufriedenheit wünschen!

Wir selbst feiern seit Jahren kein Silvester mehr, da unser Telefon dann nicht still steht: Hunde und Katzen verschwunden, Fundtiere und alles weitere, was eben so bei der Knallerei anfallen kann. Geht niemand bei uns an das Telefon, sind wir mit dem Auto unterwegs, um den Anrufern zu helfen. Daher ist bei uns Silvester auch alkoholfrei, da wir nie wissen können, wann wir uns wieder hinter das Steuer klemmen müssen.

Heute Nacht hatten wir allerdings ein Erlebnis der besonderen Art!

Wir wohnen etwas außerhalb, am Stadtrand von Leer. In unserem verhältnismäßig großen Garten stehen hohe Bäume. Selbstverständlich werden bei uns keine Böller gezündet und bei den Nachbarn war auch alles ruhig. Trotzdem begaben wir uns nach Mitternacht, als das Spektakel begann, in den Garten. Den Krach der Stadt konnte man bis zu uns hören, aber wir wollten natürlich auch wissen, wie es den Tieren im Gehege erging.

Panische Gänse flogen in großen Schwärmen mit viel Geschrei über uns hinweg in Richtung des nahen Wäldchens und dann plötzlich brach der Sturm los.

Ein Rauschen, ein Geschrei – wir fühlten uns wie im Film von Hitchcock „Die Vögel“.

Ganze Vogelschwärme stürzten sich in unsere Bäume, flattern, kreischen – es war schaurig, so viele panische Vögel. Es war beängstigend, was richten wir Menschen nur an? Es war schön, die Tiere hatten einen Zufluchtsort, wo sie sich halbwegs sicher fühlen konnten.

Diese Situation war überwältigend.

Mit Sicherheit werden viele unsere Gefühle, die wir in dieser Situation hatten, nicht nachvollziehen können – aber es gibt Momente im Leben, die man nicht erklären kann: man muss so etwas selbst einmal erlebt haben.

Und Rückschlüsse sollten die Leser selbst ziehen…

Prost Neujahr!

 

V.i.S.d.P.: Renate Ankelmann

Von Silvester, den Böllern und weshalb man darauf verzichten sollte

Von Silvester, den Böllern, warum da „geballert“ wird und weshalb  man darauf verzichten sollte

Hinreichend ist allen bekannt, dass die Tierschutzvereine jährlich den Aufruf „Futter statt Böller“ starten.

Allerdings gibt es noch viel mehr Gründe, auf die Ballerei zu verzichten, als allgemein bekannt ist.

Zur Geschichte: Der Bischof von Rom, der die Regentschaft des Christentums im römischen Reich einführte, starb am 31.12.335 n.Chr. Aus diesem Grunde heißt der Tag halt Silvester. In früheren Zeiten glaubte man, wann immer ein Neuanfang stattfindet, haben die bösen Geister ein leichtes Spiel, hier einzusteigen und mitzumischen. Da sich diese dunklen Gestalten durch Spektakel und Licht vertreiben lassen, wurden Feuer und Krach-Orgien veranstaltet.  Diesen Brauch pflegt man noch heute zum Beispiel vor Hochzeiten (Polterabend) und eben zu Silvester.

Was allerdings in Feierlaune einigen Menschen Spaß bereitet, ist für Natur und Umwelt nicht nur erschreckend, sondern oft tödlich!

Nicht nur Hund, Katze, Pferd und andere Haustiere verfallen in Panik, sondern für Wildtiere kann die Knallerei nachweislich tödlich sein!  Abgesehen davon, dass das Wild im Winter von Energiereserven leben muss, wird zusätzliche Energie durch Aufregung und Flucht verbraucht. Winterschläfer erwachen und sterben gar nicht selten, da Herzschlag und Blutdruck rapide ansteigen. Da diese Tiere in ihren Winterquartieren liegen, bleibt dieser Vorgang meist unbeobachtet.

Vögel sitzen in ihren Bäumen, erschrecken und fliegen orientierungslos in die Dunkelheit. Dabei fliegen sie oft gegen Hindernisse und verletzen sich. Der Luftsack kann dabei bersten, viele Tiere brechen sich auch das Genick.

Da es überall knallt und zischt, teilweise auch alles hell erleuchtet ist, versuchen einige in Höhen zu fliehen, die für die eigene Art überhaupt nicht geeignet ist. Beobachtungen und Messungen mit Radar haben ergeben, dass Amseln bis in Höhen von 1.000 Metern flüchten und dort versterben (Luftdruck). Normal wäre eine Höhe von höchstens 100 Metern – aber wer achtet schon darauf?

Momentan gibt es viel Wirbel um den CO2 Ausstoß von Fahrzeugen. Wussten Sie eigentlich, dass 50 % des Ausstoßes eines ganzen Jahres der Fahrzeuge gleich hoch ist, wie der CO2 Ausstoß einer einzigen Silvesternacht durch die Ballerei?

Wir wollen keine Moral predigen!

Wir alle fahren selbst Autos und feiern auch recht gerne – aber wir sind uns unserer Verantwortung für Umwelt,  Natur und Mitgeschöpfe bewusst.

Und Hand aufs Herz: was könnte man alles Sinnvolles mit dem Geld, welches da in die Luft gepulvert wird, anfangen – es sind Millionen, die da zusammenkommen!

Wenn Tierschutz nicht gerade Ihr Ding sein sollte – es gibt auch noch andere sinnvolle Möglichkeiten!

Wir wünschen allen Lesern, auch denen, deren Seligkeit von Knallfröschen und Raketen abhängt, einen schönen Jahreswechsel und ein gesundes und erfolgreiches Jahr

2019

V.i.S.d.P.: Renate Ankelmann

Foto Jürgen Sattler
Foto Jürgen Sattler
Foto Jürgen Sattler

Spendenaktion des Futterhauses in Rhauderfehn zu Weihnachten

Der Tierschutzverein des Landkreises Leer mit dem Tierheim Jübberde und der Tierschutzverein „Bunte Kuh“ haben heute die Spenden der Kunden des Futterhauses in Rhauderfehn  entgegengenommen.

Das Futterhaus hat zunächst einen Weihnachtsbaum aufgestellt, der mit Wünschen der Schützlinge versehen wurde. Kunden haben dann für die Tiere eingekauft und die Spenden unter den Baum gelegt. Hunde- oder Katzenfutter, Snacks, Spielzeug, Katzenstreu, Kratzbäume, Liegematten usw. wurden gespendet.

„Dieses Jahr hatten wir wieder eine sehr hohe Spendenbereitschaft unserer Kunden“, so Marktleiter Stefan Tacke.

Das Foto zeigt von links nach rechts Malte Kliem vom Tierschutz Jübberde, Renate Ankelmann 1. Vor. „Bunte Kuh“ sowie Stefan Tacke, Marktleiter Das Futterhaus Rhauderfehn.

Wir bedanken uns herzlich für die Spendenbereitschaft der Kunden und dem Futterhaus für die Aktion.

 

Notruf: Schwarze Perserkatze in Leer-Loga vermisst!

Update:
 
Die Finderin, welche die Katze auch zum Tierarzt gebracht hat, hat sich gemeldet.
Die schwarze Perserkatze hat es leider nicht geschafft.
Die Besitzer hätten gerne, dass sich die beiden jungen Frauen, die das Tier zum Tierarzt gebracht haben, bei uns kurz melden würden. Sie würden gerne Kontakt zu den Frauen aufnehmen um sich bedanken zu können, denn es ist absolut nicht selbstverständlich in der heutigen Zeit, dass jemand einem verletzten, fremden Tier hilft.
Heute bekamen wir einen Notruf:
Vermisst wird eine schwarze, kastrierte, 11 Jahre alte Perserkatze in Leer-Loga.
Die Katze wurde wohl gestern Abend angefahren und eine junge Frau soll an mehreren Haustüren gefragt haben, wem diese Katze gehört…….
Nun berichtete eine Nachbarin der Besitzerin von dem Vorfall und die Besitzerin wüsste nun natürlich gerne, wo die Katze abgeblieben ist.
Ist sie in einem Tierheim?
Bei Privatleuten?
Ist sie von einem Tierarzt behandelt worden?
Lebt die Katze überhaupt noch?
Die Besitzerin ist sehr verzweifelt.
Wer etwas weiß, sollte sich dringend melden unter
0491-999 20 201

Zwergkaninchen zu vermitteln

Zur Zeit haben wir 11 Zwergkaninchen zu vermitteln – doch folgendes bitte vor der Anschaffung eines Kleintieres bedenken:

Nicht nur Katzen werden unbedacht ausgesetzt, besonders tragende Tiere – das Problem taucht nun auch vermehrt bei Zwergkaninchen auf!

Zwergkaninchen sind Gruppentiere und sollten nicht alleine gehalten werden!

Die Böckchen müssen daher von einem Tierarzt kastriert werden, aber Achtung: sie sind bis 6 Wochen nach der Kastration noch zeugungsfähig!

Das gleiche gilt auch für männliche Meerschweinchen.

Die Kastration kostet ebenso viel wie die Kastration eines Katers!

Weibliche Tiere werden im Allgemeinen nicht kastriert, da der Eingriff bei weiblichen Zwergkaninchen nicht unproblematisch ist.

Auch kleine Käfige, wie im Handel erhältlich sind ungeeignet: 2 Hopser hin, 2 Hopser zurück ist keinesfalls artgerecht…

Eine Buddelkiste sollte ebenfalls vorhanden sein!

Bei Anschaffung eines jeden Tieres sollte immer an den Arbeitsaufwand und die Folgekosten gedacht werden. Tiere sind keine Sachen, sondern Lebewesen!

Außer unseren Fundkaninchen haben wir weitere Jungtiere zur Vermittlung.

Liebe Menschen haben eines unserer Fundtiere als „Zweitkaninchen“ adoptiert, obwohl es aber bereits tragend beim Auffinden war.

Natürlich helfen wir nun bei der Vermittlung des Nachwuchses!

Die Kaninchen werden nur mindestens paarweise abgegeben oder einzeln, wenn bereits ein Kaninchen vorhanden ist.

Keinesfalls sind Tiere als Weihnachtsgeschenk geeignet!

Leider besteht auch immer noch die Unsitte, lebende Tiere als Preis bei Verlosungen auszugeben  – auch dafür sind unsere Tiere keinesfalls zu haben!

Wer also zu artgerechten Bedingungen ein Zwergkaninchen haben möchte, möge sich bitte unter Tel. 0491-999 20 201 melden!

 

Wer vermisst in Leer-Loga einen rotgetigerten Kater/Katze?

Wer vermisst im Raum Leer-Loga einen rotgetigerten Kater oder eine Katze?

Das Tier hat ein weißes Brustlätzchen.

Die Katze hat ein schweres Schädelhirntrauma, sie wurde verletzt am Haferweg aufgefunden.
Nach der tierärztlichen Untersuchung wurde uns das Tier von einer Behörde zur weiteren Pflege übergeben.

Da die Katze unbedingte Ruhe braucht, haben wir nicht geschaut, ob es sich um einen Kater oder eine Katze handelt.
Auch ein Foto halten wir wegen des Blitzlichtes momentan nicht für sinnvoll.
Allerdings ist diese gepflegte und menschenbezogene Katze langsam, aber sicher, auf dem Wege der Besserung!

Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Sie wissen, wem diese Katze gehört, über 0491-999 20201