Archiv der Kategorie: Sonstige Tiere

Auf diesen Seiten finden Sie Informationen über Vermittlungstiere, die nicht in andere Vermittlungskategorien passen. Die Kontaktdaten für eine Vermittlung finden Sie auf der jeweiligen Tierseite.

CDU, CSU UND SPD WOLLEN DAS BETÄUBUNGSLOSE KASTRIEREN VON FERKELN WEITERE ZWEI JAHRE FORTSETZEN – „ES SIND DOCH NUR TIERE“

PRESSEmeldung

Deutscher Tierschutzbund Landestierschutzverband Niedersachsen e.V.

02.10.2018

CDU, CSU UND SPD WOLLEN DAS BETÄUBUNGSLOSE KASTRIEREN VON FERKELN
WEITERE ZWEI JAHRE FORTSETZEN – „ES SIND DOCH NUR TIERE“

Der Koalitionsausschuss der Regierungsparteien hat beschlossen, das Verbot der Kastration von Ferkeln ohne Betäubung um zwei Jahre zu verschieben – das ist ein Verrat an den Ferkeln und an dem Staatsziel Tierschutz.

Das Handeln der Regierungsparteien ist beschämend und zwar gleich auf zwei Ebenen: Die grausamen Tiertransporte in „Nicht EU Staaten“ werden weiter zugelassen und man setzt sich über die eigene Gesetzgebung zur Ferkelkastration hinweg. „Das spiegelt die gesamte Überheblichkeit gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern wieder, die von jeglicher Ethik und Moral losgelöst ist und das Grundgesetz mit Füßen tritt“, so Dieter Ruhnke, Vorsitzender des
Landestierschutzverbandes.

Die Entscheidung der Regierungskoalition ist weder sachlich noch
fachlich begründet. Hier wird die Bundesministerin Klöckner, durch den Bauerverband vor den Karren gespannt, um einen tierschutzgerechten Umgang mit den Ferkeln zu verhindern.

Das Thema Ferkelkastration zieht sich bereits viele Jahre hin:

* Bereits 2006 wurde – mit der Änderung des Tierschutzgesetzes –
die tierquälerische, betäubungslose Kastration diskutiert.

* Im Jahr 2008 hat sich die gesamte „Schweinbranche“ mit der
„Düsseldorfer Erklärung“ für den Ausstieg aus der
betäubungslosen Ferkelkastration ausgesprochen. Auch wurde damals durch die EU eine Richtlinie zur Schweinhaltung verabschiedet, in der auch Maßnahmen zum Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration eingefordert wurden.

* 2010 wurde mit der „Brüsseler Erklärung“ der Ausstieg aus der
betäubungslosen Ferkelkastration ab dem 01.01.2018 ausgeplant. Diese Erklärung hat auch der Deutsche Bauerverband unterschrieben!

* In 2013 erfolgte dann die Änderung des Tierschutzgesetzes mit dem Verbot der betäubungslosen Kastration und einer Übergangsfrist bis zum 01.01.2019.

„Wer hier von fehlender Zeit für die Umstellung spricht, dem fehlt
jede Glaubwürdigkeit und jeder Respekt vor dem Gesetz. In Summe ist das Thema seit 12 Jahren im Gespräch. Es war mehr als genug Zeit, die Umstellung vorzubereiten und umzusetzen. Dies haben eine Vielzahl von Betrieben bewiesen, die bereits ab 2008 „Pionierarbeit“ geleistet und die zur Verfügung stehenden Alternativen erprobt und zur Praxistauglichkeit geführt haben. „Die Alternativen wie die Ebermast, die Impfung gegen den Ebergeruch und die Kastration unter Vollnarkose mit schmerzausschaltenden Mitteln haben sich bewährt“, so Dieter Ruhnke.

Die geforderte Fristverlängerung stellt eine Fortsetzung der
Tierquälerei mit Beihilfe der Regierungskoalition dar. Eigentlich wird immer wieder propagiert, dass man das Vertrauen der Wähler
zurückgewinnen muss. „Wie soll Vertrauen in den Gesetzgeber mit
seinen handelnden Personen aufgebaut werden. Es werden – wenn sie einem nicht gefallen – bereits getroffene gesetzliche Entscheidungen übergangen“, so Ruhnke. „Statt die Tierhaltung in Deutschland positiv zu entwickeln, klammert man sich an die Produktion von  Billigfleisch. Wie sagte Angela Merkel einmal: Es sind doch nur Tiere“.

Dieter Ruhnke
Vorsitzender

Alle Anträge abgelehnt: Keine Fristverlängerung für das betäubungslose kastrieren von Ferkeln

PM Deutscher Tierschutzbund 21.09.2018

Alle Anträge abgelehnt: Keine Fristverlängerung für das betäubungslose kastrieren von Ferkeln

Der Deutsche Tierschutzbund Landestierschutzverband Niedersachsen begrüßt die heutige Entscheidung des Bundesrates in dem der Antrag von Niedersachsen (sowie die Anträge aus Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz), die Fortsetzung der Tierquälerei zu verlängern und mit der Lokalanästhesie eine weitere Tierquälerei einzuführen, keine Mehrheit erhalten hat.
„Das sind gute Nachrichten, die uns aus dem Bundesrat erreicht haben; eine weitere Hürde ist genommen. Nun hat aber die Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner, angekündigt, das Tierschutzgesetz zu ändern, damit die Tierquälerei fortgesetzt werden kann. Es darf nicht sein, dass die Politik vor der Branche einknickt und die Ferkel weiter gequält werden, obwohl tierschutzgerechte Alternativen existieren, diese in der Praxis bereits erprobt wurden und es ausreichend Zeit für eine Umstellung gab“, erklärt Dieter Ruhnke, Vorsitzender vom Landestierschutzverband Niedersachsen.
Branche hatte Zeit genug: Ein Verbot der betäubungslosen Kastration ab 2019 wurde bereits im Jahr 2013 beschlossen. Sogar die EU hatte bereits 2008 eine Richtlinie über Mindestanforderungen für den Schutz von Schweinen beschlossen, in der unter anderem auch gefordert wurde die betäubungslose Kastration zu beenden. Hätten die Regierungsparteien rechtzeitig dafür gesorgt, dass diese Richtlinie europaweit verpflichtend eingeführt wird, würde es die derzeitige Situation nicht geben.
„Es waren jetzt Jahre genug der Vorbereitung; es ist nicht mehr die Zeit der Verweigerung – das muss auch der Deutsche Bauernverband verstehen. Die vielen umstellungsbereiten Schweinehalter brauchen jetzt jede Unterstützung, um das Gesetz zu erfüllen. Alles weitere Taktieren schafft nur noch mehr Planungsunsicherheit“, so Dieter Ruhnke.
Der Landestierschutzverband fordert Ministerpräsident Stefan Weil auf sein Vorhaben, die Tierquälerei bei den Ferkeln fortzuführen, aufzugeben. „Stattdessen sollte er aus unserer Sicht auf Klöckner einwirken, dass nicht wertvolle Zeit in eine Gesetzesinitiative zur Verlängerung Tierquälerei verplempert wird. Als einflussreiches EU-Land sollte man sich vielmehr für eine verbindliche Regelung in allen EU-Länder einsetzen – damit eine Balance im Wettbewerb erreicht wird. Dann kann man auch verhindern, das Ferkel nach Deutschland eingeführt werden, die nicht nach den EU-Richtlinien gehalten wurden“, betont Ruhnke.
Dieter Ruhnke Vorsitzender

Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.

Internationale Anti-Pelz-Kampagne der Fur Free Alliance macht Druck auf Prada

PM vom Deutschen Tierschutzbund

Internationale Anti-Pelz-Kampagne der Fur Free Alliance macht Druck auf Prada

Weil Prada immer noch Pelz in seinen Kollektionen verwendet, startet die Fur Free Alliance während der anstehenden, weltweit stattfindenden „Fashion Weeks“ eine Kampagne gegen die Modemarke. Der internationale Zusammenschluss aus mehr als 40 Tierschutzorganisationen, dem auch der Deutsche Tierschutzbund angehört, setzt sich für ein Ende der Pelztierhaltung und des Handels mit Echtfell ein. Gemeinsam mit allen Mitgliedern der Allianz wird der Deutsche Tierschutzbund Druck ausüben und Prada auffordern, es Konkurrenten nachzumachen und endlich pelzfrei zu werden. Tierfreunde sind aufgefordert, ihren Protest direkt an Prada zu richten.
„Tierschutz ist inzwischen auch in der Modewelt ein wichtiges Thema geworden. Prada sollte deswegen ebenfalls neue Wege gehen und keine grausame Tierqual mehr unterstützen“, sagt Dr. Henriette Mackensen, Fachreferentin für Artenschutz und Pelzexpertin beim Deutschen Tierschutzbund. „Es gibt keinen vernünftigen Grund dafür, dass Tiere für ein überflüssiges Luxusgut wie Pelz leiden und sterben müssen.“
Auf Pelztierfarmen verbringen Wildtiere, wie Marderhunde, Nerze oder Füchse, ihr ganzes Leben in kleinen Drahtkäfigen, in denen sie ihr natürliches Verhalten in keinster Weise ausüben können. Sie werden vergast oder durch Elektroschocks getötet. In freier Wildbahn werden Pelz tragende Wildtiere auch heute noch in vielen Ländern mit Fangeisen gefangen. Oft harren die Tiere tagelang ohne Nahrung und Wasser in den Fallen aus, bis sie verenden oder von den Fallenstellern getötet werden. Viele verstümmeln sich selbst, im verzweifelten Versuch, aus den Fangeisen zu fliehen.
Verbraucher sprechen sich gegen Pelz aus Umfragen zeigen, dass sich die Mehrheit der Verbraucher gegen die Verwendung von Pelz ausspricht. Viele andere große Modemarken, darunter Gucci, Versace, Armani, Michael Kors, Hugo Boss und seit heute auch Burberry, haben sich dem Druck der Öffentlichkeit gebeugt und verzichten bereits auf Echtpelz. Die Kampagne der Fur Free Alliance fokussiert sich auf die Modewochen in New York City (6.-14.9.), London (14.-18.09.), Mailand (18.-24.9.) und Paris (24.9.-2.10.). Der Deutsche Tierschutzbund nimmt die Veranstaltungen zum Anlass, um öffentlich zum Protest aufzurufen. Tierfreunde können sich mit einem Musterbrief, zu finden auf der Website www.tierschutzbund.de/kampagne-pelz, direkt an Prada wenden.

Nerz auf einer Pelztierfarm im engen Gitterkäfig

6 Hähne zu vermitteln !

Dieter Ehlert
Heideweg 35
26670 Uplengen/Großoldendorf
Tel.: 04956/4048135

Wir müssen uns schweren Herzens von unseren Hähne trennen.
Es sind 5 bunte Zwerghähne und ein weißer Leghornhahn. Sie wurden von uns sehr liebevoll behandelt! Sie sind 1,5 Jahre alt und wir möchten das die Hähne auf ein Bauernhof kommen wo sie ihr restliches Leben bleiben können!

Protest gegen Botox-Tierversuche für Nestlé

Anlässlich der diesjährigen Botox-Aktionswoche (25. bis 30. Juni) fordert der Deutsche Tierschutzbund ein Ende der grausamen Botox-Versuche für Nestlé. Das Unternehmen bezieht seine Botox-Produkte vom Hersteller Ipsen und ist damit mitverantwortlich für das Leid hunderttausender Mäuse pro Jahr. Die europaweite Botox-Aktionswoche wird bereits zum dritten Mal von der European Coalition to End Animal Experiments (ECEAE) ausgerufen, einer Allianz europäischer Tierschutzorganisationen gegen Tierversuche, der auch der Deutsche Tierschutzbund angehört.
„Nach wie vor nimmt Nestlé billigend in Kauf, dass hunderttausende Mäuse jährlich für Botox leiden und qualvoll sterben – für ein Schönheitsprodukt, das allein der menschlichen Eitelkeit dient“, kritisiert Kristina Wagner, Leiterin des Referats für Alternativmethoden zu Tierversuchen beim Deutschen Tierschutzbund. „Und das, obwohl es bereits Hersteller gibt, die auf alternative Prüfverfahren zurückgreifen.“ Der Deutsche Tierschutzbund fordert Nestlé daher dazu auf, den Verkauf der Botox-Produkte Azzalure und Dysport einzustellen und die Versuche an Mäusen umgehend zu stoppen.
Andere Botox-Hersteller, wie die Marktführer Allergan und Merz, haben auf den Druck der Öffentlichkeit bereits reagiert und nutzen heute Testmethoden mit im Labor gezüchteten Zellen. Ipsen hingegen stellt Botox-Produkte für Nestlé her, für die noch keine tierversuchsfreien Tests zugelassen sind. Somit wird noch immer jede Produktionseinheit Botox an Mäusen getestet: Im sogenannten LD50-Test bekommen diese Botox in unterschiedlich stark verdünnten Dosen in die Bauchhöhle injiziert, um zu ermitteln, bei welcher Botox-Konzentration 50 Prozent der Tiere sterben. Das Prozedere ist mit enormem Leid verbunden. Die Mäuse ersticken langsam durch die Lähmung ihrer Atemmuskulatur – dabei kann sich ihr Todeskampf über bis zu vier Tage hinziehen.
Tierversuchsverbot für Kosmetika gilt nicht für Botox Botulinumtoxin, besser bekannt als Botox, ist ein von Bakterien produziertes Gift, das in geringem Umfang auch für medizinische Zwecke zum Einsatz kommt. Es ist aber vor allem für seine kosmetische Anwendung zur Reduzierung von Falten bekannt. Obwohl die EU seit 2013 verbietet, Kosmetika zu produzieren oder importieren, die an Tieren getestet wurden, gilt dieses Verbot nicht für Botox. Der Grund ist ein Schlupfloch im Gesetz: Botox wird injiziert und nicht auf die Haut aufgetragen, weshalb es sich nach gesetzlicher Definition nicht um ein kosmetisches Produkt handelt.

Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.

Expertenanhörung zu Lebendtierexporten: Deutscher Tierschutzbund appelliert an Agrarausschuss

Pressemeldung des Deutschen Tierschutzbundes zu Lebendtierexporten vom 20.06.2018

Expertenanhörung zu Lebendtierexporten: Deutscher Tierschutzbund appelliert an Agrarausschuss

Der Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft des Deutschen Bundestages hat für den 25. Juni zu einem öffentlichen Fachgespräch geladen, um sich zum Umgang mit Lebendtiertransporten in Drittstaaten beraten zu lassen. Der Deutsche Tierschutzbund wird seine Sicht der Dinge vor dem Ausschuss deutlich machen. Die Tierschützer fordern ein Ende der Transporte und eine Überarbeitung der Tierschutztransportverordnung in Deutschland und der EU.
„Deutschland kann und muss eine Vorreiterrolle einnehmen und darf keine Tiere mehr in Drittstaaten liefern, solange die Tierschutztransportverordnung nicht überarbeitet wurde – und auch die Schlachtbedingungen nicht mindestens den EU-Standards entsprechen“, sagt Frigga Wirths, Fachreferentin für Tiere in der Landwirtschaft beim Deutschen Tierschutzbund, die die Expertise des Verbandes vor dem Ausschuss vertreten wird. „Ob die bisher ohnehin zu laschen Vorgaben bis zum Zielort der Tiere eingehalten werden, lässt sich aktuell allerdings kaum überprüfen – hier braucht es strengere Kontrollen und härtere Sanktionen bei Verstößen“, so Wirths. „Ziel sollte aber sein, keine lebenden Tiere mehr zu exportieren, sondern immer am nächstgelegenen Schlachthof zu schlachten und dann Fleisch zu transportieren – bzw. den Samen anstelle von Zuchttieren.“
Nach der Anhörung verschiedener Expertenmeinungen wird der Agrarausschuss darüber befinden, welche parlamentarischen Initiativen folgen werden. Die Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen und FDP haben bereits jeweils einen Antrag vorgelegt.
Hintergrund Lebendtiertransporte Bei ihrem Weg aus der EU in Drittländer sind Tiere qualvoll lange und oft unter tierschutzwidrigen Bedingungen unterwegs. Lange Wartezeiten an der Grenze, keine adäquate Versorgung der Tiere und Hitzestress sind die Regel. Obwohl es ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs gibt, dass EU-Recht und damit Tierschutzvorgaben bis zum Bestimmungsort der Tiere einzuhalten sind, wird dies in der Praxis nicht umgesetzt. Die Tierschutzbestimmungen in den Zielländern sind zudem oft unzureichend oder gar nicht vorhanden. Der Deutsche Tierschutzbund hatte bereits mehrfach in den letzten Jahren durch Recherchen das Leid von Rindern, Schafen, aber auch Pferden und anderen Tieren in Transporten dokumentiert. Zuletzt hatten Reportagen bei ZDF „37 Grad“ und ARD „Kontraste“ die Missstände erneut ins öffentliche Bewusstsein gebracht und eine politische Debatte ausgelöst.

Informationen zur Kampagne des Deutschen Tierschutzbundes finden Sie
hier: www.tierschutzbund.de/kampagne-tiertransporte [1]

Copyright: Animals International/Deutscher Tierschutzbund e.V.

Fußball-WM in Russland: Tierschützer befürchten Tötung von Straßenhunden

Pressemeldung des Deutschen Tierschutzbundes zur Tötung von Straßenhunden wegen der Fußball-WM in Russland vom 18.06.2018

Anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft hat man in den Austragungsorten in Russland offenbar bereits viele Straßenhunde eingefangen und in städtischen Tierheimen oder anderen provisorischen Einrichtungen untergebracht. Tierschützer vor Ort befürchten nun, dass die Tiere nach der WM, ab Mitte Juli, getötet werden – so ein Bericht von „Spiegel TV“. Der Deutsche Tierschutzbund hatte sich bereits im Vorfeld der WM an die zuständigen Politiker und Behörden gewandt und einen tierschutzgerechten und nachhaltigen Umgang mit den Tieren gefordert. Nun appelliert der Verband erneut dafür, keine Hunde zu töten, sondern Projekte nach dem Prinzip „Einfangen, Kastrieren, Freilassen“ umzusetzen.
„Die Tötung von Straßentieren ist nicht nur äußerst grausam, sondern zudem auch sinnlos, denn ihre Zahl sinkt dadurch nicht langfristig“, erklärt Andrea Furler-Mihali, Fachreferentin für Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund. Die Population verringert sich zwar zunächst durch die Tötungen, erreicht aber relativ schnell wieder ihren Ausgangswert, da die getöteten Tiere Platz für neue machen. „Aktuell hört man aus Russland, dass ein Großteil der Straßentiere „nur“ eingesperrt wird – oft in kleinsten Käfigen und unter elenden Bedingungen. Allerdings bleibt die Frage, was mit ihnen nach der WM passiert. Wir fordern die Verantwortlichen zu einem tiergerechten Umgang auf und hoffen, dass der öffentliche Protest zu einem Umdenken bewegt.“
Appell an Verantwortliche in Russland Der Deutsche Tierschutzbund hatte sich im Vorfeld der WM bei der Duma, dem russischen Unterhaus sowie beim deutschen Botschafter der Russischen Föderation, Rüdiger von Fritsch, und dem Botschafter der Russischen Föderation in Deutschland, Sergej J. Netschajew, für die Straßentiere stark gemacht und Unterstützung angeboten. Die Deutsche Botschaft hatte angekündigt, die entsprechenden Stellen in Russland auf die Problematik aufmerksam zu machen. Die Tierschützer haben zudem alle elf Austragungsorte angeschrieben und ihren Appell direkt an die Verantwortlichen vor Ort gerichtet. Die Rückmeldungen waren jedoch ernüchternd: Vier Austragungsorte gaben an, dass Straßenhunde „nur“ eingefangen und weggesperrt werden, während eine Stadt angab, eingefangenen Tiere „human zu euthanasieren“, weil sie eine Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung darstellen würden. Alle fünf haben abgelehnt, dass auf ihrem Gebiet Hunde auf offener Straße und „inhuman“ getötet werden. Von den sechs anderen Austragungsorten blieb eine Rückmeldung jedoch aus. Es kann damit nicht ausgeschlossen werden, dass bereits Straßentiere im Vorfeld der WM ihr Leben lassen mussten.

Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.

Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke

Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke

Deutscher Tierschutzbund warnt vor tierischen Überraschungen unter dem Tannenbaum

Gerade zu Weihnachten wünschen sich Kinder oftmals ein eigenes Heimtier und viele Menschen überlegen, ihre Liebsten mit einem tierischen Geschenk zu überraschen. Der Deutsche Tierschutzbund warnt allerdings ausdrücklich vor dem Verschenken von Tieren. Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke weiterlesen