Archiv der Kategorie: Tierschutz

Infos und Meldungen aus dem Tierschutz

Jungvogel-Schwemme in Auffangstationen und Tierheimen

Pressemitteilung

Deutscher Tierschutzbund

01.08.2019

Jungvogel-Schwemme in Auffangstationen und Tierheimen

Rettung“ oft vorschnell

Jungvögel sind aktuell noch immer in Gärten und Parks sowie in
Waldgebieten unterwegs und viele Tierheime und Auffangstationen versorgen unzählige Pfleglinge. Teilweise musste die Aufnahme neuer Tiere wegen fehlender Kapazitäten bereits gestoppt werden. Der Deutsche Tierschutzbund weist darauf hin, dass Tierfreunde Jungvögel nur in Notfällen aufnehmen sollten, etwa wenn die Tiere verletzt sind oder es sich um unbefiederte Jungvögel handelt, die nicht zurück ins Nest gesetzt werden können. Bereits befiederter Vogelnachwuchs steht
hingegen in der Regel auch außerhalb des Nests weiter mit den
Elterntieren in Verbindung, weshalb eine „Rettung“ zwar gut gemeint, aber oft nicht notwendig ist.

„Sehr junge Vögel, die kaum oder gar keine Federn haben und hilflos am Boden liegen, sind meist aus dem elterlichen Nest gefallen. Um sie dorthin zurückzusetzen darf man die Tiere auch berühren – die Altvögel stören sich nicht am menschlichen Geruch“, erklärt James Brückner, Leiter des Artenschutzreferats beim Deutschen Tierschutzbund. „Nur wenn die Vögelchen verletzt sind oder es nicht möglich ist, sie zurückzusetzen, sollte man das Tier in Obhut nehmen und schnellstmöglich in fachkundige Hände übergeben bzw. einem Tierarzt vorstellen.“ Für die vorübergehende Unterbringung des Vogels eignet sich dann am besten ein Pappkarton, der mit einem Handtuch ausgelegt und idealerweise im Haus untergestellt
wird, da die Tiere häufig unterkühlt sind. Bei Unsicherheit über die
richtige Ernährung sollten besser keine Fütterungsversuche unternommen werden. Wasser sollte der Finder dem Jungvogel allerdings immer anbieten und gegebenenfalls an den Schnabelrand, aber wegen Erstickungsgefahr keinesfalls direkt in den Rachen träufeln.

Eingreifen bei Ästlingen und Nestflüchtern nicht notwendig
Bei Nestflüchtern, wie jungen Enten, Gänsen, Schwänen oder Rallen ist ein Eingreifen grundsätzlich nicht notwendig, solange die Tiere nicht verletzt sind. Sie kommen bereits mit einem dichten Daunengefieder zur Welt, verlassen das Nest nach ein bis zwei Tagen und gehen selbstständig auf Futtersuche. Andere Jungvögel, wie Tauben, Eulen, Greifvögel, Rabenvögel und die Jungen der meisten anderen Singvögel – etwa Amseln, Meisen, Drosseln oder Finken – verlassen ihr Nest schon, bevor sie voll flugfähig sind. Die sogenannten „Ästlinge“ warten dann im Geäst oder an anderen geschützten Orten auf die Elterntiere, die sie weiterhin
füttern.

Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.

PM zur Änderung der Nutztierhaltungsverordnung für die Haltung von Schweinen in Kastenständen

Pressemitteilung

Deutscher Tierschutzbund LANDESTIERSCHUTZVERBAND Niedersachsen e.V.

14.06.2019

Kräfte bündeln – landwirtschaftlich genutzte Tiere, wir sind in der
Verantwortung
ist ein Zusammenschluss nachstehender Tierschutzorganisationen:

Ärzte gegen Massentierhaltung + Aktion Kirche und Tiere e. V. + Animals International + Animal Welfare Foundation e. V. + Bürgerinitiative Lahstedt-Ilsede für Tier, Mensch und Umwelt + Bundesverband Tierschutz e. V. + Bund gegen Missbrauch der Tiere e. V. + Bündnis Bayrischer Tierrechtsorganisationen + Deutsche juristische Gesellschaft für
Tierschutzrecht e. V. + Deutsches Tierschutzbüro e.V. + Erna-Graff-Stiftung für Tierschutz + Förderverein des Peter-Singer-Preises für Strategien zur Tierleidminderung e. V. + Foodwatch e. V. + LANDESTIERSCHUTZVERBAND NIEDERSACHSEN E. V. +
Landestierschutzverband Nordrhein-Westfalen e.V. + mensch fair tier + NABU Landesverband Niedersachsen + Partei Mensch Umwelt Tierschutz + PETA Deutschland e.V. + PROVIEH e. V. + Robbenzentrum Föhr + Tierärzte für verantwortbare Landwirtschaft e. V. + VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz

Tiere sind empfindsame Lebewesen und keine Sachen oder
Produktionsmittel. Sie können wie wir Schmerzen, Angst, Hunger, Durst fühlen. Sie haben daher ein Recht auf Leben in Würde und
Unversehrtheit.

Artikel 20a GG weist die Verpflichtung, die natürlichen
Lebensgrundlagen und die Tiere durch Gesetzgebung und Rechtsprechung zu schützen, als Staatsziel aus. Diese Verantwortung nehmen wir sehr ernst. Uns eint die grundsätzliche Überzeugung, dass Menschen verpflichtet sind, Tiere als fühlende und soziale Lebewesen anzuerkennen und ihnen ein art- und verhaltensgerechtes Dasein zu gewährleisten.

Entgegen seiner Verpflichtung schützt der Staat die landwirtschaftlich
genutzten Tiere jedoch NICHT!

Vielmehr bedient er die ökonomischen Interessen der Tiernutzer. Der Staat setzt das Tierschutzgesetz nicht um, sondern konterkariert es auf dem Verordnungsweg. Damit sich dieses undemokratische und auch unethische Vorgehen endlich ändert, bündeln wir unsere Kräfte und setzen uns in öffentlichkeitswirksamen gemeinsamen Projekten und
Aktionen für ein Ende der von der Mehrheit der Bevölkerung nicht
gewollten Tierausbeutung ein.

Auf Grundlage dieser gemeinsamen Erklärung nehmen 17 der beteiligten Organisationen Stellung zur beabsichtigte Änderung der
NutztierhaltungsVO für die Kastenstandhaltung. Diese haben wir als Anhang beigefügt.

Hilflosigkeit der Bundesregierung zum Umgang mit dem Wolf

Kommentar zur Entscheidung der Bundesregierung zur erleichterten Tötung von Wölfen

Deutscher Tierschutzbund Landestierschutzverband Niedersachsen e.V.
23.05.2019

Hilflosigkeit der Bundesregierung zum Umgang mit dem Wolf

Runde 20 Jahre Wölfe: Einige der wenigen Erfolgsgeschichten des Naturschutzes wird voraussichtlich schon bald ein Ende nehmen. Mit der Entscheidung des Bundeskabinettes den Weg für einen leichteren Abschuss von Wölfen zu ebnen, wird den Tieren damit der Schutzstatus quasi aberkannt.

Es ist hat sich in den letzten Jahrzehnten gezeigt, dass die Politik überhaupt keinen Bezug mehr zum Habitat Deutschland hat. Wenn Tiere ihr arttypisches Verhalten zeigen oder vermeintliche Schäden verursachen, fällt der Politik nichts anderes ein als diese zu Töten. So werden unter anderem:

• mehr Wildschweine geschossen, weil diese den Virus der Afrikanischen Schweinepest in die hermetisch abgeriegelten Mastschweineställe eintragen könnten.
• Das Rehwild getötet, weil der Wildverbiss im Nutzwald zu hoch ist,
• Nutria und Bisam getötet, weil sie Schäden am Gewässerufer verursachen,
• der Fuchs getötet, weil er eine Gefahr für Niederwildarten sein soll.

Und das ist noch nicht das Ende der Liste. All diese Tiertötungen haben einen reinen monetären Ansatz, ohne sich mit den tatsächlichen wildtierbiologischen Grundsätzen und der Ursache – Fehlentwicklungen die durch das Handeln den Menschen herbeigeführt wurden – zu befassen.

Und nun ist der Wolf an der Reihe, weil die Politik unfähig ist die Naturschutzinteressen durch Dialog, Information, Weiterbildung und Unterstützung in Einklang zu bringen. Stattdessen höhlt man den Schutzstatus aus und will es zukünftig bei Nutztierrissen ermöglichen, dass solange Wölfe in einem Einzugsgebiet getötet werden, bis die Risse aufhören. Es wird der Eindruck erweckt, dass diese Wolfstötungen den Weidetierhaltern die Last des Herdenschutzes nimmt oder wenigstens erleichtert. Fakt ist aber: Die Tötung ist kein Ersatz für Herdenschutzmaßnahmen und ist somit keine Lösung.

Das Beutefangverhalten bei Nutztierherden kann sogar zunehmen, wenn die Rudelstruktur und damit einhergehend die Reviere zerstört werden, fremde Wölfe einwandern oder junge Wölfe ohne Elterntiere jagen müssten. Die dadurch entstehenden negativen Auswirkungen waren in Niedersachsen beim Cuxhavener Rudel zu beobachten, dessen Elterntiere illegal getötet wurden.

Bereits 1971 war es das Ziel des Gesetzgebers den ethischen Tierschutz im Tierschutzgesetz zu stärken. Der Tierschutz wurde um den Lebensschutz des Tieres erweitert und ein Eingriff in das Leben des Tieres nur im Rahmen des vitalen Erhaltungsinteresses des Menschen erlaubt. Reine wirtschaftliche Gründe wurden vom Gesetzgeber ausgeklammert. Diese damalige Begründung zum Tierschutzgesetz steht im krassen Gegensatz zur Begründung des Gesetzentwurfes der Bundesregierung zum Wolf.

Die Bundesregierung macht sich mal wieder die Gesetzgebung aus reinen wirtschaftlichen Interessen passend und missachtet die ursprünglichen Ziele des Tierschutzgesetzes und das Grundgesetz mit seinem im Artikel 20a in dem der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und der Tiere als verfassungsgemäßes Ziel eingefordert wird.

Dieter Ruhnke

Vorsitzender

Foto: Simone Sattler

Europawahl 2019

MITTEILUNG des Deutschen Tierschutzbundes LANDESTIERSCHUTZVERBAND NIEDERSACHSEN E.V.

Die bevorstehende Europawahl ist für den Tier- und Umweltschutz
maßgeblich. Diese Europawahl ist eine Richtungswahl – auch für die
Millionen Tiere in der EU, die unter tierschutzwidrigen Bedingungen
leiden“.

Europawahl ist Tierschutzwahl!

Am 26. Mai 2019 ist Europawahl.

Sie können mit Ihrer Wahlentscheidung politisch etwas für den Tierschutz bewegen. Wir haben Ihnen die Antworten zum Tierschutz, die vom Deutschen Tierschutzbund, Menschen für Tierrecht und Vier-Pfoten bei den deutschen Parteien im EU-Parlament zu den wichtigsten europäischen abgefragt wurden, als Anhang beigfügt.

Hier haben Sie die Möglichkeit, die Tierschutzthemen in den einzelnen Wahlprogrammen
zu vergleichen.

Nachfolgend die Links zu den Organisationen, um die Fragen und Antworten im Detail einzusehen.

https://www.tierschutzbund.de/information/hintergrund/europa/europawahl-2019/
[1]

https://www.vier-pfoten.de/kampagnen-themen/themen/tierschutzpolitik/eu-wahl-2019
[2]

https://www.tierrechte.de/2019/05/09/wahlspezial-zur-eu-wahl/ [3]

Grundstück/Immobilie für den Bau eines Tierschutzzentrums gesucht!

Die Bunte Kuh „sucht“ für den Bau eines innovativen  Tierschutzzentrums ….

Die Bunte Kuh sucht dringend ein Gelände oder eine Immobilie für den Bau eines Tierschutzzentrums!

In Frage kommen ein Bauernhof, eine Schule, ein Bahnhof, ein aufgegebenes Gewerbegelände oder ein Gewerbegrundstück.

Erfreulich wäre natürlich das Ganze auf Erbpacht, der käufliche Erwerb ist allerdings auch möglich, da zweckgebundenes Eigenkapital vorhanden ist.

Da die Bunte Kuh auch zeitweise Großtiere übernimmt, wären 2 ha Grundfläche als Minimum sinnvoll.

Außerdem sollte bei einer Bauvoranfrage dem Vorhaben nichts im Wege stehen, da wir sicher an- und umbauen müssen.

Auch sollte sich das Objekt nicht in der Nähe von Siedlungen befinden, da eine Lärmbelästigung nicht ausgeschlossen werden kann.

Trotzdem möchten wir gerne zentral liegen um für alle Bürger im Landkreis Leer leicht erreichbar zu sein.

Raum Moormerland, Holtland, Neermoor wäre sicher von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich.

Was ist ein Tierschutzzentrum und warum möchte die Bunte Kuh so etwas bauen?

Der Verein Bunte Kuh platzt langsam aus allen Nähten!

Büro, Ausrüstung, Futter, Tiere (Pflegestellen) – alles wird in Privathaushalten untergebracht und wir sind am Ende unserer Kapazitäten.

Tag und Nacht sind wir unterwegs, das Telefon ist wegen der vielen Arbeit längst nicht mehr so oft besetzt, wie es sein sollte (allerdings haben wir einen Anrufbeantworter und rufen jeden zurück, der darauf gesprochen hat).

Die Bunte Kuh beherbergt nicht nur die üblichen Tierheimtiere! Wir haben auch zeitweise Großtiere, Exoten, Vögel, Nager und mehr.

Unser geplantes Tierschutzzentrum ist also auch die Errichtung eines Tierheims, leistet jedoch zusätzlich noch viele andere Dienste.

Es soll z.B. im Rahmen der Jugendarbeit für den Tierschutz eine Jugend- und Kindergruppe entstehen, Seminare und Informationsveranstaltungen für die Bürger sind geplant.

Wir möchten ebenfalls damit Ausbildungs- und Arbeitsplätze bieten.

So möchten wir zum Beispiel unter anderem in Teilzeit einen Tierarzt fest anstellen, um die Kosten zu senken.

Neben allen relevanten und notwendigen Raumkonzepten für die Unterbringung und Versorgung der Tiere ist ein zusätzlicher Mehrzweckraum für unsere Öffentlichkeitsarbeit, Informationsveranstaltungen für die Bevölkerung zum Tierschutz aber auch für interne Sitzungen mit eingeplant um dadurch nicht mehr auf angemietete Räume angewiesen zu sein.

Nicht alles können wir auf einmal schaffen und mit Sicherheit wird das ganze Vorhaben auch nicht innerhalb von einem Monat gewuppt sein, aber wir haben aktive Mitglieder, die mit Herzblut und Spendengeldern bei der Sache sind!

Nun brauchen wir erst einmal das passende Objekt für das Tierschutzzentrum!

Und dann geht es Schritt für Schritt weiter…….

Da wir die Bürger im Landkreis Leer und gern auch darüber hinaus auf unsere große Reise mitnehmen möchten, treten wir nun an die Öffentlichkeit und bitten um Hilfe bei unserer Suche nach dem passenden Objekt.

Tierschutzverein Bunte Kuh e.V.

Postfach 1145

26793 Moormerland

Tel 0491-999 20 201

info@tierschutz-buntekuh.de

Tiertransporte in Drittstaaten: Forderungen an die Agrarministerkonferenz

Tiertransporte in Drittstaaten: Forderungen an die Agrarministerkonferenz

Seit fast 30 Jahren (!) ist bekannt, dass Tiertransporte in Staaten außerhalb der EU mit unvorstellbarer Tierquälerei verbunden sind. Die Quälerei betrifft sowohl die Transportbedingungen als auch das Entladen und die anschließende Schlachtung der Tiere.

Es ist dabei völlig irrelevant, ob die Tiere als Zucht- oder Schlachtvieh deklariert sind, weil die Bezeichnung Zuchtvieh Etikettenschwindel ist. Dafür spricht, dass der jahrelange Export
angeblicher Zuchtrinder in die Türkei, die Maghreb-Staaten, in Staaten der ehemaligen Sowjetunion u.a. bisher nicht zum Aufbau nennenswerter Tierpopulationen für die Milchproduktion geführt hat. Allein der niedrige Milchpreis bei hohem Fleischpreis bspw. in
der Türkei zeigt, dass die Tiere direkt der Schlachtung zugeführt werden. In Zeiten von künstlicher Besamung und Embryotransfer gibt es keinen vernünftigen Grund zum dauerhaften Export lebender Zuchttiere.

Überhaupt fehlt es in den genannten Ländern an geeigneten klimatischen Bedingungen, an Futtergrundlagen sowie an Wissen und Können zum Umgang und zur Zucht Schwarzbunter
Hochleistungsrinder.

Schon lange hätte die Bundesregierung den leidvollen Tiertransporten in diese Länder ein Ende setzen müssen. Sie ist in der Pflicht, sich ans Grundgesetz (Art 20a) und an das
Tierschutzgesetz zu halten. Für Tierquälerei gibt es keinen vernünftigen Grund.

PolitikerInnen, die diese Tierquälerei sehenden Auges nicht unterbinden, werden sich zu Recht fragen lassen müssen, ob sie wirtschaftliche Interessen über ethische Grundprinzipien
stellen.

Wir fordern von den Amtschefinnen und Amtschefs, sich auf der Agrarministerkonferenz für folgende Punkte einzusetzen:

  • den Export lebender Schlacht- und Zuchttiere in Drittstaaten unverzüglich zu verbieten,
  • die Bundesregierung dazu aufzufordern, sich auch auf europäischer Ebene für ein Exportverbot lebender Tiere in Drittstaaten einzusetzen und alle bestehenden Abkommen zum Export lebender Tiere in Drittländer aufzulösen,
  • AmtstierärztInnen und amtliche TierärztInnen nicht länger der Situation auszusetzen, sich entweder durch Abfertigung der Transporte der Beihilfe zur Tierquälerei schuldig zu machen oder bei Weigerung dem enormen Druck seitens der Wirtschaft ausgeliefert zu sein,
  • ein grundsätzliches Transportverbot von Nutztieren über acht Stunden (inklusive Be- und Entladezeiten) durchzusetzen,
  • die Kontrollfrequenz von Tiertransporten auf der Straße zu erhöhen und festgestellte Verstöße abschreckend zu sanktionieren,
  • die Schlachtung von Tieren am nächstgelegenen geeigneten Schlachthof vorzuschreiben,
  • den Transport von Fleisch und Samen von Zuchttieren anstelle lebender Tiere verpflichtend einzuführen.

 

 

 

 

 

 

Gemeinsame Erklärung der Tierschutzorganisationen

Animal Equality Germany e.V. + Ärzte gegen Massentierhaltung + Aktion Kirche und Tiere
e. V. + Bürgerinitiative Lahstedt-Ilsede für Tier, Mensch und Umwelt + Bundesverband
Tierschutz e. V. + Bund gegen Missbrauch der Tiere e. V. + Bündnis Bayerischer
Tierrechtsorganisationen (BBT) + Deutsche juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht e. V.
+ Deutsches Tierschutzbüro e.V. + Erna-Graff-Stiftung für Tierschutz + Foodwatch e. V. +
Landestierschutzverband Niedersachsen e. V. + Landestierschutzverband Nordrhein-
Westfalen e. V. + mensch fair tier + NABU Landesverband Niedersachsen + Partei Mensch
Umwelt Tierschutz + PETA Deutschland e. V. + PROVIEH e. V. + Tierärzte für verantwortbare
Landwirtschaft e. V. + VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz

Tiere sind empfindsame Lebewesen und keine Sachen oder
Produktionsmittel. Sie können wie wir Schmerzen, Angst, Hunger, Durst
fühlen. Sie haben daher ein Recht auf Leben in Würde und Unversehrtheit.

Artikel 20a GG weist die Verpflichtung, die natürlichen Lebensgrundlagen und
die Tiere durch Gesetzgebung und Rechtsprechung zu schützen, als Staatsziel
aus. Diese Verantwortung nehmen wir sehr ernst. Uns eint die grundsätzliche
Überzeugung, dass Menschen verpflichtet sind, Tiere als fühlende und soziale
Lebewesen anzuerkennen und ihnen ein art- und verhaltensgerechtes Dasein
zu gewährleisten.

Entgegen seiner Verpflichtung schützt der Staat die landwirtschaftlich
genutzten Tiere jedoch NICHT!

Vielmehr bedient er die ökonomischen Interessen der Tiernutzer. Der Staat
setzt das Tierschutzgesetz nicht um, sondern konterkariert es auf dem
Verordnungsweg. Damit sich dieses undemokratische und auch unethische
Vorgehen endlich ändert, bündeln wir unsere Kräfte und setzen uns in
öffentlichkeitswirksamen gemeinsamen Projekten und Aktionen für ein Ende
der von der Mehrheit der Bevölkerung nicht gewollten Tierausbeutung ein.

Schlachthof in Stade: Massive Verstöße gegen den Tierschutz Bereits der vierte Fall innerhalb weniger Monate in Niedersachsen

Pressemitteilung

Deutscher Tierschutzbund Landestierschutzverband Niedersachsen e.V.

03.04.2019

Schlachthof in Stade: Massive Verstöße gegen den Tierschutz Bereits der vierte Fall innerhalb weniger Monate in Niedersachsen

Während der heutigen Sitzung des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft u. Verbraucherschutz im niedersächsischen Landtag wurde bekannt, dass im Landkreis Stade ein Schlachthof offenbar schwere Verstöße gegen das Tierschutzrecht begangen hat. So wurden Rinder und Milchkühe, die aufgrund der körperlichen Verfassung nicht mehr in der Lage gewesen sein sollen selber zu laufen, durch die Tierhalter trotzdem an einem Schlachtbetrieb im Landkreis Stade verkauft. „So kranke Tiere dürfen gar nicht mehr transportiert werden“, erklärt Dieter Ruhnke, Vorsitzender des Landestierschutzverbandes Niedersachsen. Die Tiere sollen auf grausame Art und Weise bei lebendigen Leib mit Seilwinden auf die Transporter gezogen und am Schlachtbetrieb auf dem Transportfahrzeug getötet worden sein.

Wieder wurden die Taten durch eine Tierschutzorganisation (SOKO Tierschutz e.V.) festgestellt und offenbart das gesamte Vollzugsdefizit in Niedersachsen.

„Jetzt ist es spätestens an der Zeit, dass man die Stärkung der Tierschutzkontrollen in Niedersachsen auf den Weg bringt. Ministerin Otte-Kinast ist mit ihrem Ministerium als obere Tierschutzbehörde gefordert dafür Sorge zu tragen, das die erforderlichen Ressourcen durch die Landkreise bereitgestellt werden, um die gesetzlichen Kontrollaufgaben wahrzunehmen. Nur mit einer freiwilligen Vereinbarung zur Videoüberwachung ist es nicht getan,“ so Ruhnke.

Aus Sicht des Landesverbandes wurden wieder einmal aus Profitgier Tiere gequält. „Die betroffenen Tiere wurden – bis sie quasi nicht mehr stehen konnten – ausgebeutet und offenbar auf grausame Art und Weise entsorgt. Ihre Leistung, die sie gegenüber dem Tierhalter erbracht haben, wurde nicht wertgeschätzt. Tiere haben keinen Preis, sie haben einen Wert!“

Dieser Umgang mit Lebewesen, ist unter anderem auch auf die geringen Kontrollintervalle der Tierschutzbehörden zurückzuführen. Je Betrieb liegt eine Kontrolle zwischen 2,6 Jahren und 48,1 Jahren!

Ruhnke: „Bereits im letzten Jahr wurde die Ministerin vom Bundeslandwirtschaftsministerium angemahnt, den Vollzug in Niedersachsen zu stärken. Anstatt unhaltbare oder sogar rechtswidrige Zustände in der privaten sowie landwirtschaftlichen Tierhaltung abzustellen, lamentiert Otte-Kinast lieber darüber, dass das Verhalten der betroffenen Tierhalter unerklärlich und dass Verhalten der Schlachthofmitarbeiter nicht zu akzeptieren ist. Wir sind in Niedersachsen bei den Tierschutzkontrollen noch keinen Schritt weitergekommen. Was muss denn noch passieren?“

Dieter Ruhnke

Vorsitzender

Copyright: Animals International/Deutscher Tierschutzbund e.V.

Lebensplatz für Hausgänse gesucht!

Wer gibt Hausgänsen einen Lebensplatz?

Dringend sind aus Tierschutzgründen ca. 60 weiße Hausgänse zur Vermittlung freigegeben worden.
Knapp 40 suchen noch einen schönen Lebensplatz!
Wer möchten den Tieren noch ein artgerechtes Leben ermöglichen?
Natürlich braucht niemand alle Gänse zu nehmen, aber es sollte eine artgerechte Unterbringung gewährleistet sein und die Tiere sind auch nicht für den Bratentopf gedacht!
Gänse sind übrigens ausgezeichnete “Wachhunde”!
Interessenten mögen sich bitte melden unter
info@tierschutz-buntekuh.de oder auf unserem Anrufbeantworter eine kurze Nachricht mit Tel hinterlassen – wir rufen garantiert zurück!