Archiv der Kategorie: Wildtiere

Hilflosigkeit der Bundesregierung zum Umgang mit dem Wolf

Kommentar zur Entscheidung der Bundesregierung zur erleichterten Tötung von Wölfen

Deutscher Tierschutzbund Landestierschutzverband Niedersachsen e.V.
23.05.2019

Hilflosigkeit der Bundesregierung zum Umgang mit dem Wolf

Runde 20 Jahre Wölfe: Einige der wenigen Erfolgsgeschichten des Naturschutzes wird voraussichtlich schon bald ein Ende nehmen. Mit der Entscheidung des Bundeskabinettes den Weg für einen leichteren Abschuss von Wölfen zu ebnen, wird den Tieren damit der Schutzstatus quasi aberkannt.

Es ist hat sich in den letzten Jahrzehnten gezeigt, dass die Politik überhaupt keinen Bezug mehr zum Habitat Deutschland hat. Wenn Tiere ihr arttypisches Verhalten zeigen oder vermeintliche Schäden verursachen, fällt der Politik nichts anderes ein als diese zu Töten. So werden unter anderem:

• mehr Wildschweine geschossen, weil diese den Virus der Afrikanischen Schweinepest in die hermetisch abgeriegelten Mastschweineställe eintragen könnten.
• Das Rehwild getötet, weil der Wildverbiss im Nutzwald zu hoch ist,
• Nutria und Bisam getötet, weil sie Schäden am Gewässerufer verursachen,
• der Fuchs getötet, weil er eine Gefahr für Niederwildarten sein soll.

Und das ist noch nicht das Ende der Liste. All diese Tiertötungen haben einen reinen monetären Ansatz, ohne sich mit den tatsächlichen wildtierbiologischen Grundsätzen und der Ursache – Fehlentwicklungen die durch das Handeln den Menschen herbeigeführt wurden – zu befassen.

Und nun ist der Wolf an der Reihe, weil die Politik unfähig ist die Naturschutzinteressen durch Dialog, Information, Weiterbildung und Unterstützung in Einklang zu bringen. Stattdessen höhlt man den Schutzstatus aus und will es zukünftig bei Nutztierrissen ermöglichen, dass solange Wölfe in einem Einzugsgebiet getötet werden, bis die Risse aufhören. Es wird der Eindruck erweckt, dass diese Wolfstötungen den Weidetierhaltern die Last des Herdenschutzes nimmt oder wenigstens erleichtert. Fakt ist aber: Die Tötung ist kein Ersatz für Herdenschutzmaßnahmen und ist somit keine Lösung.

Das Beutefangverhalten bei Nutztierherden kann sogar zunehmen, wenn die Rudelstruktur und damit einhergehend die Reviere zerstört werden, fremde Wölfe einwandern oder junge Wölfe ohne Elterntiere jagen müssten. Die dadurch entstehenden negativen Auswirkungen waren in Niedersachsen beim Cuxhavener Rudel zu beobachten, dessen Elterntiere illegal getötet wurden.

Bereits 1971 war es das Ziel des Gesetzgebers den ethischen Tierschutz im Tierschutzgesetz zu stärken. Der Tierschutz wurde um den Lebensschutz des Tieres erweitert und ein Eingriff in das Leben des Tieres nur im Rahmen des vitalen Erhaltungsinteresses des Menschen erlaubt. Reine wirtschaftliche Gründe wurden vom Gesetzgeber ausgeklammert. Diese damalige Begründung zum Tierschutzgesetz steht im krassen Gegensatz zur Begründung des Gesetzentwurfes der Bundesregierung zum Wolf.

Die Bundesregierung macht sich mal wieder die Gesetzgebung aus reinen wirtschaftlichen Interessen passend und missachtet die ursprünglichen Ziele des Tierschutzgesetzes und das Grundgesetz mit seinem im Artikel 20a in dem der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und der Tiere als verfassungsgemäßes Ziel eingefordert wird.

Dieter Ruhnke

Vorsitzender

Foto: Simone Sattler

Entenfütterung mit Brot???

Auf ein Wort, Leute!

Es ist Winter und es ist kalt. Doch wir wollen kein Brot oder anderes Backwerk! Es enthält viel zu viel Salz und Zucker – für uns ist das sehr ungesund! Außerdem quillt alles in unseren Mägen auf und wir haben dann erhebliche körperliche Beschwerden. Das kann zu unserem Tod führen! Wir sind eigentlich Pflanzenfresser aber keine Veganer. Es kann auch mal eine Kaulquappe oder Libelle mit durch unseren Hals gehen. Auch Würmer, Schnecken, kleine Frösche, Eierschalen, Körner und Insekten jeder Art. Normalerweise holen wir unser Futter vom Grund unseres Gewässers oder auch von Wiesen. Das klappt auch im Winter. Einige von uns sind einfach zu bequem und fressen euer Brot – aber viele sterben daran!

Helft Ihnen! Kauft euer Brot ausreichend NUR FÜR EUCH. Dann entsteht für uns keine Gefahr und auch weniger Verschwendung von Lebensmitteln. Behaltet also bitte eure Backwaren und wir können uns noch sehr oft wiedersehen.

Text und Bild: Jürgen Sattler

Durch die Lappen gegangen – welcher Jäger kennt noch deren Bedeutung?

Durch die Lappen gegangen – welcher Jäger kennt noch deren Bedeutung?

Heute wurde wieder eine Jagd bei uns veranstaltet.

Eigentlich müsste vorher darüber informiert werden, damit Spaziergänger, Radfahrer oder andere Bürger nicht in das Jagdgeschehen hineingeraten.

Zwei Spaziergängern mit Hunden (angeleint) sind allerdings im Raum Weener in so eine Jagd hineingeraten – aber wen interessiert es schon?

Handlungsbedarf besteht erst, wenn es zu einem Jagdunfall kommt.

Bei uns wurde auch niemand vorher informiert.

Zum Glück waren unsere Katzen im Haus und wir konnten die Katzenklappen noch verschließen. Auch wenn ein Jäger nicht gerade auf unsere Katzen schießt – die freilaufenden Jagdhunde würden unsere Katzen würgen.

Freilaufende Hunde sind eigentlich nicht erwünscht, dabei sind unsere „Sofa-Fuffis“ wesentlich harmloser, als ausgebildete Jagdhunde: diesen Hunden hat man nicht nur das Vorstehen oder Apportieren beigebracht! Wie schrieb ein Jäger in einem Jagdforum:

Wie verhindere ich, dass so ein Spinner Nachbars Kater von 7 kg zur Schärfeprüfung mitbringt, ohne ihm vorher die Krallen zu stutzen?

Lebensverachtung pur!

Abgesehen davon, dass das Jagdgesetz veraltet ist – es stammt noch aus dem dritten Reich (Göring) – gab es früher immer eine Regelung:

Lappen wurden an Bäumen und Gegenständen befestigt. Flüchteten Tiere und liefen zwischen diesen Markierungen durch, wurden sie nicht mehr verfolgt. Sie gingen dem Jäger durch die Lappen!

Wenn Tiere heute bejagt werden, sind sie durch High-Tech und Vorgehensweise meist chancenlos. Wenn die Tiere eines Maisfeldes geschossen werden sollen, wird das Maisfeld gemäht und außen herum stehen auf 6 Meter Abstand meist 2 Jäger. Welche Chance hat dann das Tier?

Als heute um unser Haus herum geballert wurde, flüchtete das Rehwild panisch aus der Schonung in die Richtung unseres Gartens. Dieser ist nach hinten offen und bei Gefahr flüchten sich die Tiere dort hin.

Ich gebe zu, dass niemand, soweit wir sehen konnten, eines dieser Rehe erschossen hat! Aber der Fluchtweg war versperrt! Ein Jägersmann stand genau dort, wo der Wildpfad zu unserem Garten führt. Die Rehe drehten panisch wieder um und rannten in die andere Richtung. Aber mindestens ein Hase wurde geschossen und demnächst ist wieder in der Zeitung zu lesen, dass der Rückgang der Hasenpopulation von der Jägerschaft bedauert wird.

Bei uns lebte wohl mindestens ein Hase zu viel!

Das Geschrei ist groß, wenn es um die Novellierung der Jagd geht. Wahrscheinlich hat man Angst, dass die unterhaltsame Schießbude verkleinert wird…

 

V.i.S.d.P.: Renate Ankelmann

Feldhasen_Petkum, Foto: Eilert Voss
Hasenjagd in Emden, Foto: Eilert Voss
Feldhase, Foto: Eilert Voss

Silvesternacht

Zuflucht

Zuerst einmal möchte ich allen Lesern für das Neue Jahr 2019 alles Gute, Gesundheit und Zufriedenheit wünschen!

Wir selbst feiern seit Jahren kein Silvester mehr, da unser Telefon dann nicht still steht: Hunde und Katzen verschwunden, Fundtiere und alles weitere, was eben so bei der Knallerei anfallen kann. Geht niemand bei uns an das Telefon, sind wir mit dem Auto unterwegs, um den Anrufern zu helfen. Daher ist bei uns Silvester auch alkoholfrei, da wir nie wissen können, wann wir uns wieder hinter das Steuer klemmen müssen.

Heute Nacht hatten wir allerdings ein Erlebnis der besonderen Art!

Wir wohnen etwas außerhalb, am Stadtrand von Leer. In unserem verhältnismäßig großen Garten stehen hohe Bäume. Selbstverständlich werden bei uns keine Böller gezündet und bei den Nachbarn war auch alles ruhig. Trotzdem begaben wir uns nach Mitternacht, als das Spektakel begann, in den Garten. Den Krach der Stadt konnte man bis zu uns hören, aber wir wollten natürlich auch wissen, wie es den Tieren im Gehege erging.

Panische Gänse flogen in großen Schwärmen mit viel Geschrei über uns hinweg in Richtung des nahen Wäldchens und dann plötzlich brach der Sturm los.

Ein Rauschen, ein Geschrei – wir fühlten uns wie im Film von Hitchcock „Die Vögel“.

Ganze Vogelschwärme stürzten sich in unsere Bäume, flattern, kreischen – es war schaurig, so viele panische Vögel. Es war beängstigend, was richten wir Menschen nur an? Es war schön, die Tiere hatten einen Zufluchtsort, wo sie sich halbwegs sicher fühlen konnten.

Diese Situation war überwältigend.

Mit Sicherheit werden viele unsere Gefühle, die wir in dieser Situation hatten, nicht nachvollziehen können – aber es gibt Momente im Leben, die man nicht erklären kann: man muss so etwas selbst einmal erlebt haben.

Und Rückschlüsse sollten die Leser selbst ziehen…

Prost Neujahr!

 

V.i.S.d.P.: Renate Ankelmann

Waidgerecht war gestern – Ministerin lässt Jagdgesetz ändern!

Waidgerecht war gestern! Ministerin lässt Jagdgesetz unter dem Deckmantel der Afrikanischen Schweinepest ändern

Pressemitteilung Deutscher Tierschutzbund Landestierschutzverband Niedersachsen e.V. 24.10.2018

Landwirtschaftsministerin Otte-Kinast hatte die Novellierung des Jagdgesetzes angekündigt. Hauptziel der Änderungen: Die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Der Landestierschutzverband Niedersachsen spricht sich vehement gegen die Verschärfung aus. „Die Gesetzesänderungen mussten bereits während der Beratungen mehrfach nachgebessert werden, da sie verfassungswidrig waren. Und die Wildschweine mussten dabei als sogenannte Bauernopfer herhalten, quasi Mittel zum Zweck“, berichtet Dieter Ruhnke, Vorsitzender vom Landestierschutzverband Niedersachsen. Der Regierungskoalition sind bereits während der Beratungen die Begründungen zum Gesetz abhandengekommen. So wollte man vor allem die Übertragung des Virus von Wildschein zu Wildschwein verhindern – dafür sollen mehr Tiere geschossen werden. „Mit dem Nachweis der ASP in Belgien musste die Regierungskoalition eingestehen, dass vorrangig der Mensch für den Eintrag verantwortlich ist und auch ohne Änderungen des Jagdgesetzes und ohne Prämienzahlungen wurden von 2017-2018 mehr Wildschweine in Niedersachsen geschossen als je zuvor.“, so Ruhnke. Trotzdem wurde an der Novellierung des Jagdgesetzes festgehalten und damit haben die Regierungsfraktionen tiefe Eingriffe in die Grundsätze der Jagd und der Waidgerechtigkeit vorgenommen. Dieter Ruhnke betont:“ Die Änderung des Jagdgesetzes hatte aus unserer Sicht allein die Zielrichtung dem Ministerium eine Generalvollmacht auszustellen, um waidgerechte Verbote des Bundesjagdgesetzes und Tierschutzauflagen nach Belieben aufzuheben.“ Otte-Kinast kann entgegen der Verbote des Bundesjagdgesetzes, z.B. die Jagd mit militärischen Waffen und Ausrüstung, aus Luft-/Kraft- und Wasserfahrzeugen und die Jagd mit Gift und verstümmelten lebenden Vögeln als Köder erlauben, ohne dass dies gegenüber der Öffentlichkeit und dem Parlament begründet werden muss. „Der allgemeine Verfall gesellschaftlicher Werte schreitet auch in der Politik fort und macht auch vor den Grundwerten des Tierschutzes nicht halt. Die Novellierung des Jagdgesetzes stellt einen eklatanten Tabubruch zu den Grundsätzen deutscher Waidgerechtigkeit dar und steht im krassen Gegensatz zu den verfassungsrechtlichen Zielen des Tierschutzes,“ betont Ruhnke.

Glückliche Rinder in den Niederlanden – ein Bericht von Eilert Voss

Liebe Bunte Kuh,

auf meiner letzten Segeltour besuchte ich in Termunten den Breebaartpolder und hockte ein paar Stunden in einer Vogelguckhütte .
Dann tauchten Jungrinder auf und tanzten aus reiner Lebensfreude auf einer Salzwiese am Wasser.
Sofort dachte ich an die Öffentlichkeitsarbeit der “ Bunte – Kuh “ und machte ein paar Bilder .
So sollten Rinderwiesen in Ostfriesland aussehen : eine Vielfalt von Pflanzenarten und immer Wasser in der Nähe.
Das Gegenteil eben vom Einheitsgrün der
Silage – Wiesen.
Um die Limikolen und andere Wasservögel müssten wir uns in derlei Landschaften keine Sorgen machen.

Gruß von Eilert

Copyright Eilert Voss
Copyright Eilert Voss
Copyright Eilert Voss
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Internationale Anti-Pelz-Kampagne der Fur Free Alliance macht Druck auf Prada

PM vom Deutschen Tierschutzbund

Internationale Anti-Pelz-Kampagne der Fur Free Alliance macht Druck auf Prada

Weil Prada immer noch Pelz in seinen Kollektionen verwendet, startet die Fur Free Alliance während der anstehenden, weltweit stattfindenden „Fashion Weeks“ eine Kampagne gegen die Modemarke. Der internationale Zusammenschluss aus mehr als 40 Tierschutzorganisationen, dem auch der Deutsche Tierschutzbund angehört, setzt sich für ein Ende der Pelztierhaltung und des Handels mit Echtfell ein. Gemeinsam mit allen Mitgliedern der Allianz wird der Deutsche Tierschutzbund Druck ausüben und Prada auffordern, es Konkurrenten nachzumachen und endlich pelzfrei zu werden. Tierfreunde sind aufgefordert, ihren Protest direkt an Prada zu richten.
„Tierschutz ist inzwischen auch in der Modewelt ein wichtiges Thema geworden. Prada sollte deswegen ebenfalls neue Wege gehen und keine grausame Tierqual mehr unterstützen“, sagt Dr. Henriette Mackensen, Fachreferentin für Artenschutz und Pelzexpertin beim Deutschen Tierschutzbund. „Es gibt keinen vernünftigen Grund dafür, dass Tiere für ein überflüssiges Luxusgut wie Pelz leiden und sterben müssen.“
Auf Pelztierfarmen verbringen Wildtiere, wie Marderhunde, Nerze oder Füchse, ihr ganzes Leben in kleinen Drahtkäfigen, in denen sie ihr natürliches Verhalten in keinster Weise ausüben können. Sie werden vergast oder durch Elektroschocks getötet. In freier Wildbahn werden Pelz tragende Wildtiere auch heute noch in vielen Ländern mit Fangeisen gefangen. Oft harren die Tiere tagelang ohne Nahrung und Wasser in den Fallen aus, bis sie verenden oder von den Fallenstellern getötet werden. Viele verstümmeln sich selbst, im verzweifelten Versuch, aus den Fangeisen zu fliehen.
Verbraucher sprechen sich gegen Pelz aus Umfragen zeigen, dass sich die Mehrheit der Verbraucher gegen die Verwendung von Pelz ausspricht. Viele andere große Modemarken, darunter Gucci, Versace, Armani, Michael Kors, Hugo Boss und seit heute auch Burberry, haben sich dem Druck der Öffentlichkeit gebeugt und verzichten bereits auf Echtpelz. Die Kampagne der Fur Free Alliance fokussiert sich auf die Modewochen in New York City (6.-14.9.), London (14.-18.09.), Mailand (18.-24.9.) und Paris (24.9.-2.10.). Der Deutsche Tierschutzbund nimmt die Veranstaltungen zum Anlass, um öffentlich zum Protest aufzurufen. Tierfreunde können sich mit einem Musterbrief, zu finden auf der Website www.tierschutzbund.de/kampagne-pelz, direkt an Prada wenden.

Nerz auf einer Pelztierfarm im engen Gitterkäfig

ERNEUT VORFALL MIT ELEFANT IM CIRCUS KRONE

Deutscher Tierschutzbund fordert Wildtierverbot
Ein Elefant des Circus Krone ist gestern bei einer Vorstellung in
Osnabrück über die Begrenzung des Zuschauerbereiches gestürzt.
Ursache war offenbar, dass die drei Elefantenkühe in der Manege
aneinander geraten waren. Für den Deutschen Tierschutzbund und
den Deutschen Tierschutzbund Landestierschutzverband Niedersachsen zeigt der erneute Vorfall einmal mehr, dass Wildtiere im Zirkus nichts verloren haben. Neben den Tierschutzaspekten spielt dabei auch die Sicherheit der Zuschauer eine Rolle. „Wir sind
froh, dass in Osnabrück keiner der Besucher ernsthaft zu Schaden kam und die Elefantenkuh hoffentlich ebenfalls alles gut überstanden hat. Dennoch zeigt der Vorfall, wie riskant die
Zurschaustellung von Wildtieren in der Manage ist“, sagt Dieter
Ruhnke, Vorsitzender des Deutschen Tierschutzbundes
Landestierschutzverband Niedersachsen. James Brückner, Leiter des Artenschutzreferats beim Deutschen Tierschutzbund, ergänzt: „Ein Wildtierverbot im Zirkus ist daher nicht nur aus Tierschutzgründen, sondern auch im Hinblick auf die Gefährdung von Menschen unumgänglich.“ Zwischenfälle mit Wildtieren sind keine Seltenheit Verschiedenste Beispiele aus der Vergangenheit zeigen, dass es immer wieder zu Zwischenfällen mit Wildtieren im Zirkus kommen kann. Erst vor wenigen Wochen brach ein Krone
-Elefant im rheinland-pfälzischen Neuwied aus und lief  unkontrolliert durch die Stadt. Auch hier kam es nur durch viel Glück nicht zu einer Katastrophe. Bereits 2010 konnte bei Krone
ein Unfall mit Nashorn „Tsavo“ in der Manege nur knapp vermieden werden. Ein Bericht der Eurogroup for Animals, der europäischen Tierschutz-Dachorganisation, der 2017 mit Unterstützung des Deutschen Tierschutzbundes erstellt wurde, enthüllt eine drastische Unfallstatistik mit Wildtieren im Zirkus: EU-weit sind in den letzten 22 Jahren über 300 Zwischenfälle mit mehr als 600 Zirkustieren dokumentiert. Davon ereignete sich fast die Hälfte in Deutschland.  Allein in den letzten Jahren sind hierzulande mehrere Menschen durch Wildtiere im Zirkus zum Teil schwer verletzt oder in einem Fall sogar getötet worden. „Dass solche Vorfälle für Mensch und Tier drastisch ausgehen können, ist seit langem bekannt, so Brückner. „Die Politik hat neben dem Tierschutzaspekt
bisher auch die mögliche Gefährdung der öffentlichen Sicherheit nicht ausreichend berücksichtigt . Das muss sich dringend ändern!“

 

Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.

 

Die wunderbare Heimkehr des Wolfes

Renate berichtet: Neulich fand ich eine interessante Glosse in einer Jägerzeitung zum Thema „Wolf“ von Sebastian von Rotenhan, Waldbesitzer in der Lausitz, als er sich über „die wunderbare Heimkehr eines heimischen, über die Jahrhunderte von Menschenhand ausgerotteten Raubwildes“ freute. Hier sein Artikel, erschienen im Editorial der ÖKOJAGD 2-2015 Magazin des Ökologischen Jagdverbandes. Die wunderbare Heimkehr des Wolfes weiterlesen