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Aktuelle Meldungen

Ein Tag im Leben eines Tierschützers

Ein Tag im Leben eines Tierschützers

Montag morgends um 6.30 Uhr ein Anruf:

„Gleich muss ich zur Arbeit, vor meiner Haustür liegt eine Katze mit 4 Jungen – bitte holen Sie die ab!“

Wir haben kein Tierheim und alle Pflegestellen sind besetzt! Ich muss mir erst etwas einfallen lassen!

7.00 Uhr: „In meinem Gartenhäuschen – die Tür war nicht verschlossen – liegt eine Katzenmutter mit 6 Katzenbabies können Sie die aufnehmen?“

Au weia, wenn wir ein Tierheim hätten – das wäre einerseits toll – andererseits: es wäre an einem einzigen Tag mit Katzen überfüllt! Bitte Geduld! Ich suche nach einer Möglichkeit!

7.10 Uhr: „Ich habe mit einem Freischneider unter meiner Hecke gemäht. Habe dabei einen Igel skalpiert – was muss ich jetzt machen?“

Zum Tierarzt damit fahren, ja doch – wir übernehmen die Rechnung! Ob wir fahren können? Wo wohnen Sie denn? Au weia, das ist für uns eine Tour 26 Kilometer und ein Tierarzt ist doch gleich bei Ihnen um die Ecke…okay, da muss ich sehen, wer frei hat und nicht arbeiten muss! Nein, wir arbeiten nicht beim Tierschutz, wir machen das alle ehrenamtlich. Nein, wir bekommen für unsere Tierschutzarbeit kein Geld – ich sagte doch: ehrenamtlich!

7.20 Uhr: „Ich habe gestern mehrfach bei Ihnen angerufen! Weshalb geht sonntags niemand ans Telefon? Ich muss meine Katzen loswerden. Ich ziehe um und darf sie nicht mitnehmen!“

Wir waren gestern den ganzen Tag auf dem Flohmarkt! Nein, das ist kein Hobby von uns! Ihre Katzen sind nicht kastriert und unkastrierte Katzen vermitteln wir nicht! Da Sie das Geld wegen der geschilderten Umstände für den Tierarzt nicht aufbringen können, müssen WIR das Geld ja wohl aufbringen… nein, Tierärzte haben eine Gebührenordnung, die sie nicht unterschreiten dürfen! Wir müssen den Tierarzt auch bezahlen! Nein, der Bund gibt uns kein Geld! Nein, wir sind keine Beamten eines Amtes! Tierschutz ist eine gemeinnützige Vereinsarbeit von Leuten, die den Handlungsbedarf sehen.

7.40 Uhr: „Hier auf der Straße in… Hausnummer… liegt eine Katze. Sie wurde angefahren. Sie faucht! Ich kann sie nicht anfassen und sie gehört mir auch nicht!

Okay, ich komme – weg vom Tel bewaffnet mit Korb, Handschuhen und Netz – Katze einfangen und zum Tierarzt bringen. Neugierige Passanten begutachten mein Treiben. Einige sind behilflich und halten den Korb, einige sagen „lasst sie krepieren, es gibt ja genug“,  einige sind voller Mitleid… Nun ab damit zum Tierarzt – wo brauche ich keinen Termin? Über das mobile Netz eine Möglichkeit suchen.

Wieder zu Hause, Katze ist beim Tierarzt geblieben…

9.00 Uhr: Anrufe auf dem AB „verdammt, Euch erreicht man ja nie“ und „ich habe junge Katzen gefunden, kann die jemand holen?“

Es wird also zurückgerufen und man lässt sich anmachen, weil man nicht am Tel gesessen hat (dazu wäre man ja verpflichtet) und erst nach einer Unterbringungsmöglichkeit suchen muss (wir haben ja kein Tierheim).

Böse Welt, ich würde gerne endlich frühstücken!

9.20 Uhr: Es ist so heiß und die Schafe auf dem Deich haben keinen Unterstand, sie sind der prallen Sonne ausgesetzt und Sie sind verpflichtet, für Abhilfe zu sorgen! Ich zeige Sie wegen Untätigkeit an!

Ja, das mit den Schafen ist ein Problem! Wir finden das auch nicht in Ordnung, nur: auf dem Deich darf nichts gebaut werden! Das hat etwas mit dem Deichschutz zu tun! Da gibt es gesetzliche Vorschriften, auf diese haben wir keinen Einfluss! Ja, ja – ich weiß: der Tierschutz ist untätig! Nein, ich bin keine Beamtin und ich werde auch nicht dafür bezahlt.

9.35 Uhr: schwerverletzte Kuh

Ja, ich komme – den Besitzer kennen Sie nicht? Ich komme…

Böse Welt! Die Kuh ist nicht verletzt – sie ist bullig und legt entsprechendes Gebaren an den Tag! (kennt jemand rollige Katzen? Die sind auch nicht krank) Nein, der Landwirt wird einen Teufel tun und seine Kuh kastrieren lassen – auch nicht mit Überredungskünsten!

Welchen Sinn sollte er darin sehen?

10.40 Uhr: Es ist ja wieder niemand ans Tel gegangen, das ist ganz furchtbar bei Euch! Ich habe eine Schildkröte gefunden!

Jo, Wasser- oder Landschildkröte? Na gut, ich beschreibe einmal, Rotwange, Gelbwange, Moschus, Geier, maurische, griechische, europäische Sumpf, Steppen…

Doch, die Unterschiede sind ganz wichtig! Schildkröten fallen unter Artenschutz (Cites) und dürfen nicht mehr verkauft oder vermittelt werden. Da gibt es für die Arten unterschiedliche Vorschriften!

Und wir wollen uns doch keinen Ärger einhandeln oder diese Tiere nicht artgerecht unterbringen wollen….?

11.07 Uhr: Entweder nimmt bei Euch niemand ab oder es ist dauerbesetzt! Ihr müsst einen zweiten Tel-Anschluss haben! Wir haben einen Karton mit jungen Vögeln, die alle Hilfe brauchen…

Halt, ich komme sofort – wohin?

Ich habe es mir gedacht! Am Ort des Geschehens:

Wird das Nest zu eng, hopsen die Nestlinge aus dem Bettchen (Nest) und setzen sich auf die Erde. Dort werden sie von den Eltern weitergefüttert! Natürlich kommen die Eltern nicht, wenn wir daneben stehen – sie wollen ja nicht den Standort ihrer Kinder verraten!

Sicher könnte eine Elster oder Katze den Jungvogel schnappen – momentan sind wohlmeinende Bürger aber eher die Gefahr. Wie sonst könnte ein Karton mit Jungvögeln zusammenkommen?

Wir setzen unter Protest der Bürger die Vögel wieder hin und bitten sie, in Häuser oder  Autos zu gehen und genau, ganz genau, hinzuschauen!

Siehe da, die Winzlinge werden gefüttert!

Einige Bürger sind überrascht, sie wussten es nicht besser – meinten es aber gut! Ein Anwohner meinte allerdings, die Tierschützer wären nur zu faul, die Pflege der Kleinen zu übernehmen. Na ja, man muss als Tierschützer schon gute Nerven haben!

Nach dem ganzen Palaver ist es mittlerweile 12.20 Uhr, als ich wieder zu Hause bin. Unterwegs habe ich Kaffee getrunken und zwischendurch 2 Brötchen gegessen. Zu Hause angekommen ist der Anrufbeantworter voll:

Anfragen wegen einem Hund, es geht um Hühner und Katzen, Katzen, Katzen…

Wir haben im Landkreis Leer mehrere Katzenschutzvereine und auch sie schaffen es nicht, diesem Elend ein Ende zu bereiten! Niemand von diesen Leuten ist untätig, aber ganz klar: je mehr der Tierschutz unterstützt und umsetzt, um so selbstverständlicher wird erwartet, dass wir Kosten übernehmen und unliebsame Tiere aufnehmen. Einige Leute kastrieren ihre Katzen, die Mehrheit geht davon aus, dass der Tierschutz verpflichtet ist, Kastrationskosten zu übernehmen! Das Katzenproblem ist hausgemacht!

Wer ein Tier hält, muss auch für die Unkosten aufkommen!

In Leer besteht auch die Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Katzen seit ein paar Jahren! Aber wen interessiert das? Es gibt ja Tierschutzvereine, dann sollen die eben…

Ich versuche jetzt die Anrufe auf dem Anrufbeantworter zu beantworten, werde aber immer wieder von neuen Anrufen unterbrochen – daher: niemand erreichbar oder ständig besetzt…

Und so geht das immer lustig weiter bis in die späten Abendstunden!

Es wäre wünschenswert, wenn sich mehr Bürger für den Tierschutz engagieren würden! Allerdings auch professionell und nicht mit gefährlichem Halbwissen! Dann wäre diese Arbeit auf mehreren Schultern verteilt! Es wäre wünschenswert, dass Katzenbesitzer ihre Katzen gemäß der Kastrations- und Kennzeichnungspflicht zum Tierarzt bringen würden und dieser Pflicht nachkämen! Der Tierschutz ist dafür nämlich eigentlich gar nicht zuständig. Es wäre wünschenswert, wenn Tiere endlich als fühlende Mitgeschöpfe gesehen werden würden!

Und noch etwas fällt mir auf: je mehr sich die Tierschützer ins Zeug legen, Geld zusammentragen, um die Unkosten zu decken, private Kosten von Anrufern, die in Not geraten sind übernehmen und in Notfällen helfen – es wird zur Selbstverständlichkeit und die Ansprüche und Forderungen steigen, teilweise bis zur Unverschämtheit.

Einem unserer Mitglieder wurde bereits angeraten, sein Haus zu verkaufen – dann könne er ja mehr Katzen kastrieren…

So, das alles musste ich einmal loswerden – auch wenn es wieder viel Kritik geben wird!  Aber der beschriebene Zustand entspricht absolut und voll der Wahrheit!

V.i.S.d.P.: Renate Ankelmann

 

Katze, gerade kastriert, weiblich, noch schlafend
Verhungerte Vögel, durch Neonikotinoide zu wenig Insekten (Foto Johann Beuke)
angeschossener Pfeifentenerpel (Foto Eilert Voss)
Nothilfe Igelbabies
junge Möwe, verletzt, wurde von Jugendlichen mit Steinen beworfen
Info-Stand, BBS Leer
Verkaufsstand beim Tag der offenen Tür im Tierheim Jübberde
Adventsmarkt in Weener
Frieren auf dem Adventsmarkt in Weener

Tiere vor großer Sommerhitze schützen

Der Deutsche Tierschutzbund rät:

Tiere vor großer Sommerhitze schützen

Die aktuell hochsommerlichen Temperaturen stellen für viele Tiere eine große Gefahr dar. Im Unterschied zum Menschen können sich die meisten Heimtiere nicht durch Schwitzen über die Haut abkühlen, sondern allein durch Trinken oder Hecheln. Der Deutsche Tierschutzbund rät Tierhaltern daher, die notwendigen Vorsorgemaßnahmen zu treffen: Dabei ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ebenso wichtig wie ein Schattenplatz, an den sich das Tier jederzeit zurückziehen kann. Große Anstrengungen für das Tier sollte man vermeiden und das Gassigehen mit Hunden in die kühleren Morgen- und Abendstunden verlegen.
Tierhalter sollten während der Hitze ihre Heimtiere stets im Blick behalten. Keinesfalls dürfen Hunde und andere Tiere alleine im Auto gelassen werden. Ein geöffnetes Schiebedach oder Fenster sorgt in keinem Fall für genügend Abkühlung. Selbst innerhalb weniger Minuten kann das Fahrzeug zur tödlichen Falle werden. Auch bei bewölktem oder schwülem Wetter ohne direkte Sonneneinstrahlung steigt die Temperatur im Inneren rasch auf 50 Grad und mehr an. Wenn die Sonne wandert, steht auch das im Schatten abgestellte Fahrzeug nach kurzer Zeit in der Sonne. Die Folgen der für das Tier unerträglichen Temperaturen sind Überhitzung mit Übelkeit und Kreislaufproblemen, die im schlimmsten Fall zum Tod führen. Wer bei Hitze auf ein im Auto zurückgelassenes Tier aufmerksam wird, sollte umgehend die Polizei oder Feuerwehr verständigen.
Auch im Käfig oder im Außengehege lebende Tiere dürfen nicht schutzlos der Sonne ausgesetzt werden. Auch hier gilt: Immer prüfen, ob sich ein großer Teil des Geheges den ganzen Tag über im Schatten befindet. Zusätzlich können Schatten spendende Häuschen, kühle Steinplatten oder feuchte Handtücher, die über das Gehege gelegt werden, helfen. Da bei Hitze viel Wasser verdunstet und die Tiere mehr trinken, sollte man dieses regelmäßig kontrollieren. Kaninchen, die die Möglichkeit zum Buddeln haben, können sich in den entstandenen Mulden abkühlen; manche Ratten lieben ein Wasserbad in einer flachen Schale.
Hitzeschutz auch für Weidetiere Auch Tieren auf der Weide macht die Hitze zu schaffen: Pferde, Schafe oder Rinder sollten immer die Möglichkeit haben, sich in den Schatten zurückzuziehen. Zu jeder Zeit muss ausreichend Wasser in der Tränke vorhanden sein. Nicht vergessen werden darf, dass bei Hitze die Futtergrundlage auf der Weide abnimmt und die Tiere so unter Umständen zugefüttert werden müssen.
Weitere Informationen und Tipps für Tierhalter unter: www.tierschutzbund.de/tiere-hitze

 

Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.

Duhner Wattrennen – Sieg auf Kosten der Tiere

Hier, etwas verspätet, die PM des Deutschen Tierschutzbundes zum Duhner Wattrennen. Aber das Thema bleibt ja leider aktuell…

Duhner Wattrennen

Siegen auf Kosten der Tiere

Anlässlich des Duhner Wattrennens, das am 22. Juli auf dem Watt vor Cuxhaven stattfindet, macht der Deutsche Tierschutzbund auf bestehende Probleme im Pferdesport aufmerksam. So kommen bei Rennen immer wieder tierschutzwidrige Methoden zum Einsatz.
„Es ist zwar positiv, dass Amtsveterinäre in diesem Jahr verstärkt die Einhaltung des Tierschutzes beim Duhner Wattrennen überwachen wollen. Dennoch: Wer genau hinsieht, muss erkennen, dass die Grenzen zwischen Sport und Tierquälerei inmitten dieses und ähnlicher Events verschwimmen“, sagt Dr. Esther Müller, Fachreferentin für Pferde beim Deutschen Tierschutzbund.
Das Duhner Wattrennen, das immer zahlreiche Touristen als Höhepunkt ihres Besuches an der Nordsee anlockt, war schon mehrmals wegen Tierquälerei und verbotenen Hilfsmitteln in die Kritik geraten. Unter anderem kamen Zungenbänder, mit denen die Pferdezungen am Unterkiefer festgebunden werden, zum Einsatz – ebenso wie Ohrstöpsel, die die Ohren der Pferde verschließen und kurz vor Ziel gezogen werden, um als akustische Peitsche zu dienen. Beides bereitet den Tieren starkes Unbehagen und versetzt sie sogar in Angst, was sich nicht mit einem tiergerechten Umgang vereinbaren lässt – die Tiere müssen für den Erfolg leiden.
Peitschenhiebe sollen Pferde anspornen Für Tierleid sorgen bei Galopprennen auch Peitschenhiebe, die die Pferde zu mehr Leistung antreiben sollen. Die Regelwerke geben eigentlich eine klare Begrenzung auf einen fünfmaligen Einsatz der Peitsche vor – aus Tierschutzsicht schon zu viel. Dennoch werden sogar diese Vorgaben bei den Rennen oftmals nicht eingehalten, um auch noch das Äußerste aus den Tieren herauszuholen. Im Jahr 2017 wurden in 37 Fällen Strafen wegen übertriebenem Peitscheneinsatz verhängt sowie sieben Strafen wegen Einsatzes der Peitsche in falscher Weise. „Der Sieg scheint meist wichtiger als das Wohlbefinden des Pferdes. Daran können auch die zu milden Strafen offensichtlich nichts ändern“, so Müller.
Der Deutsche Tierschutzbund nimmt derzeit verschiedene Pferderennen zum Anlass, um sowohl über klassische Öffentlichkeitsarbeit als auch in den sozialen Medien gezielt über die Auswirkungen, tierschutzwidrige Praktiken und den Umgang mit den Tieren aufzuklären. Weitere Informationen unter www.tierschutzbund.de/rennpferde

 

Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V. / M. Marten

Happyend einer Fundkatze

Die Absenderin hat ausdrücklich darum gebeten, ihren Brief mit dem Foto zu veröffentlichen… und wir bedanken uns herzlich für diesen netten Brief.

Hallo Frau Ankelmann,
ich melde mich erst jetzt, weil ich Ihnen berichten möchte, dass die
Geschichte mit der Fundkatze (ich hab sie Heidi genannt) ein
glückliches Ende gefunden hat.

Wie ja mal am Telefon berichtet, habe ich die Katze wochenlang am und manchmal auch im Haus gehabt. Sie war sehr brav und anhänglich und wirkte überhaupt nicht wie ein Streuner. Flyer und ein Aufruf im Wecker haben nichts gebracht. Aber mein alter Hund wollte die Katze nicht. Und bevor mein Hund die Koffer packt, bin ich mit Heidi zum Tierdoc, weil ich wissen wollte, ob sie kastriert und gechippt war. Die Katze ließ sich für den Ultraschall den Bauch rasieren, ohne uns anzugreifen und war auch sonst sehr kooperativ. Die angebliche Schwangerschaft, die der Arzt per Ultraschall
festgestellt hat, war gar keine. Die Katze war kastriert, aber hatte
kleine Tumore (Zysten), die der Arzt wegoperiert hat. Mit Halskrause sollte ich dann die Katze 10 Tage lang im Haus halten bis
zum Fädenziehen. Also zog Heidi ins Bad ein mit Katzenklo in der
Dusche, für uns beide eine Herausforderung und für den Hund auch..
Katze hatte am ersten Tag nach der OP sehr starke Schmerzen und
schrecklichen Durchfall. Ich also wieder zum Arzt, der gab ihr eine
Schmerzspritze und mir einige davon mit, könnte ich ja dann zuhause verabreichen. Gegen den Durchfall gab er mir nichts. Nach ein paar Tagen waren die Schmerzen zwar weg, aber der Durchfall wurde immer schlimmer. Im Bad – kein Vergnügen, ich hab mich ziemlich geekelt… Ich also wieder zum Arzt, der machte eine Kotprobe und stellte fest: Giardien, Parasiten, die auch auf andere Tiere und Menschen gehen…. Also noch 13 Tage Badezimmerknast und verschiedene Tabletten, die ich mit viel Mühe und viel Überzeugungskraft in die Katze kriegte. Heidi war trotzdem weiterhin sehr lieb und anhänglich. Nach ca. einer Woche
besserte sich endlich der Durchfall. Nach 13 Tagen war sie dann auch wirklich parasitenfrei.
Jetzt hat Heidi ein schönes neues Zuhause in der Umgebung von Bunde, gaaanz weit draußen, mitten in der Natur, bei netten Menschen, bei denen schon zwei andere Katzen und ein Hund leben. Sie ist fast nur draußen, hat noch etwas Scheu vor den anderen Tieren, aber das wird immer besser. Endlich ist sie wieder an der frischen Luft und es geht ihr gut..
Und meinem Hund auch, sie herrscht wieder allein über Haus und
Garten….

Ich finde, dass Sie auch mal Geschichten mit Happyend hören/lesen
sollten. Sie geben sich so viel Mühe mit notleidenden Tieren. Und Sie
haben mir bei unserem Telefonat viel Mut gemacht. Sonst hätte ich Heidi vielleicht sogar in ein Heim gegeben….

 

 

 

ERNEUT VORFALL MIT ELEFANT IM CIRCUS KRONE

Deutscher Tierschutzbund fordert Wildtierverbot
Ein Elefant des Circus Krone ist gestern bei einer Vorstellung in
Osnabrück über die Begrenzung des Zuschauerbereiches gestürzt.
Ursache war offenbar, dass die drei Elefantenkühe in der Manege
aneinander geraten waren. Für den Deutschen Tierschutzbund und
den Deutschen Tierschutzbund Landestierschutzverband Niedersachsen zeigt der erneute Vorfall einmal mehr, dass Wildtiere im Zirkus nichts verloren haben. Neben den Tierschutzaspekten spielt dabei auch die Sicherheit der Zuschauer eine Rolle. „Wir sind
froh, dass in Osnabrück keiner der Besucher ernsthaft zu Schaden kam und die Elefantenkuh hoffentlich ebenfalls alles gut überstanden hat. Dennoch zeigt der Vorfall, wie riskant die
Zurschaustellung von Wildtieren in der Manage ist“, sagt Dieter
Ruhnke, Vorsitzender des Deutschen Tierschutzbundes
Landestierschutzverband Niedersachsen. James Brückner, Leiter des Artenschutzreferats beim Deutschen Tierschutzbund, ergänzt: „Ein Wildtierverbot im Zirkus ist daher nicht nur aus Tierschutzgründen, sondern auch im Hinblick auf die Gefährdung von Menschen unumgänglich.“ Zwischenfälle mit Wildtieren sind keine Seltenheit Verschiedenste Beispiele aus der Vergangenheit zeigen, dass es immer wieder zu Zwischenfällen mit Wildtieren im Zirkus kommen kann. Erst vor wenigen Wochen brach ein Krone
-Elefant im rheinland-pfälzischen Neuwied aus und lief  unkontrolliert durch die Stadt. Auch hier kam es nur durch viel Glück nicht zu einer Katastrophe. Bereits 2010 konnte bei Krone
ein Unfall mit Nashorn „Tsavo“ in der Manege nur knapp vermieden werden. Ein Bericht der Eurogroup for Animals, der europäischen Tierschutz-Dachorganisation, der 2017 mit Unterstützung des Deutschen Tierschutzbundes erstellt wurde, enthüllt eine drastische Unfallstatistik mit Wildtieren im Zirkus: EU-weit sind in den letzten 22 Jahren über 300 Zwischenfälle mit mehr als 600 Zirkustieren dokumentiert. Davon ereignete sich fast die Hälfte in Deutschland.  Allein in den letzten Jahren sind hierzulande mehrere Menschen durch Wildtiere im Zirkus zum Teil schwer verletzt oder in einem Fall sogar getötet worden. „Dass solche Vorfälle für Mensch und Tier drastisch ausgehen können, ist seit langem bekannt, so Brückner. „Die Politik hat neben dem Tierschutzaspekt
bisher auch die mögliche Gefährdung der öffentlichen Sicherheit nicht ausreichend berücksichtigt . Das muss sich dringend ändern!“

 

Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.

 

HÖHEPUNKT DER RENNSAISON RÜCKT NÄHER

DER DEUTSCHE TIERSCHUTZBUND BLICKT HINTER DIE  KULISSEN VON GALOPP- UND TRABRENNEN

DER DEUTSCHE TIERSCHUTZBUND WIRD IN DEN KOMMENDEN WOCHEN UND MONATEN ÜBER MISSSTÄNDE IM PFERDERENNSPORT AUFKLÄREN. SOWOHL BEI TRAB- ALS AUCH BEI GALOPPRENNEN KOMMEN TIERSCHUTZWIDRIGE METHODEN ZUR ANWENDUNG. IMMER WIEDER KOMMT ES ZU VERLETZUNGEN ODER SOGAR ZU TODESFÄLLEN BEI DEN
PFERDEN. AUCH DER FRAGE, WAS MIT AUSGEDIENTEN RENNPFERDEN PASSIERT, GEHT DER VERBAND ANLÄSSLICH DER KOMMENDEN RENNVERANSTALTUNGEN NACH.

„Wenn Pferde ohne Rücksicht auf Verluste missbraucht werden, rückt der Respekt vor dem Tier in weite Ferne. Einige Besitzer und Trainer gehen bei ihrem Kampf um den Sieg im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen“, sagt Dr. Brigitte Rusche, Vizepräsidentin des Deutschen Tierschutzbundes. „Wir möchten über den Umgang mit Rennpferden aufklären und dafür appellieren, entsprechende Veranstaltungen nicht zu unterstützen – weder durch Wetten noch durch einen Besuch.“

Die Rennsaison in Deutschland nähert sich aktuell ihrem Höhepunkt: Im Juli gibt es mit dem Galoppderby in Hamburg, dem großen Dallmayr-Preis in München und dem Duhner Wattrennen auf dem Watt vor Cuxhaven drei bei Rennliebhabern beliebte Events. Der Deutsche Tierschutzbund nimmt in den kommenden Monaten verschiedene Pferderennen zum Anlass, um sowohl über
klassische Öffentlichkeitsarbeit als auch in den sozialen Medien
gezielt über tierschutzwidrige Praktiken und den Umgang mit den Tieren aufzuklären.

ZUM RENNEN VERDAMMT

Etwa eine Million Zuschauer zieht es in Deutschland jährlich alleine zu Galopprennen. 2016 belief sich der Wettumsatz hierbei auf rund 26 Millionen Euro. Wer genau hinsieht, muss jedoch erkennen, dass die Grenzen zwischen Sport und Tierquälerei inmitten solcher Events verschwimmen. Die Tiere werden mit tierschutzwidrigem Zubehör auf brutale Art und Weise zu mehr Gehorsam und Schnelligkeit angetrieben. Sowohl auf der Rennbahn als auch beim Training kommt es immer wieder zu Unfällen, die die Pferde mit ihrem Leben bezahlen. Verletzte, nicht mehr erfolgreiche oder zu alte Pferde sind für die Rennen nicht mehr brauchbar und werden „aussortiert“.

Weitere Informationen unter www.tierschutzbund.de/rennpferde [1]

Bei Galopprennen geht es vor allem um den Sieg – oft auf Kosten der Tiere
Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V. / M. Marten

Protest gegen Botox-Tierversuche für Nestlé

Anlässlich der diesjährigen Botox-Aktionswoche (25. bis 30. Juni) fordert der Deutsche Tierschutzbund ein Ende der grausamen Botox-Versuche für Nestlé. Das Unternehmen bezieht seine Botox-Produkte vom Hersteller Ipsen und ist damit mitverantwortlich für das Leid hunderttausender Mäuse pro Jahr. Die europaweite Botox-Aktionswoche wird bereits zum dritten Mal von der European Coalition to End Animal Experiments (ECEAE) ausgerufen, einer Allianz europäischer Tierschutzorganisationen gegen Tierversuche, der auch der Deutsche Tierschutzbund angehört.
„Nach wie vor nimmt Nestlé billigend in Kauf, dass hunderttausende Mäuse jährlich für Botox leiden und qualvoll sterben – für ein Schönheitsprodukt, das allein der menschlichen Eitelkeit dient“, kritisiert Kristina Wagner, Leiterin des Referats für Alternativmethoden zu Tierversuchen beim Deutschen Tierschutzbund. „Und das, obwohl es bereits Hersteller gibt, die auf alternative Prüfverfahren zurückgreifen.“ Der Deutsche Tierschutzbund fordert Nestlé daher dazu auf, den Verkauf der Botox-Produkte Azzalure und Dysport einzustellen und die Versuche an Mäusen umgehend zu stoppen.
Andere Botox-Hersteller, wie die Marktführer Allergan und Merz, haben auf den Druck der Öffentlichkeit bereits reagiert und nutzen heute Testmethoden mit im Labor gezüchteten Zellen. Ipsen hingegen stellt Botox-Produkte für Nestlé her, für die noch keine tierversuchsfreien Tests zugelassen sind. Somit wird noch immer jede Produktionseinheit Botox an Mäusen getestet: Im sogenannten LD50-Test bekommen diese Botox in unterschiedlich stark verdünnten Dosen in die Bauchhöhle injiziert, um zu ermitteln, bei welcher Botox-Konzentration 50 Prozent der Tiere sterben. Das Prozedere ist mit enormem Leid verbunden. Die Mäuse ersticken langsam durch die Lähmung ihrer Atemmuskulatur – dabei kann sich ihr Todeskampf über bis zu vier Tage hinziehen.
Tierversuchsverbot für Kosmetika gilt nicht für Botox Botulinumtoxin, besser bekannt als Botox, ist ein von Bakterien produziertes Gift, das in geringem Umfang auch für medizinische Zwecke zum Einsatz kommt. Es ist aber vor allem für seine kosmetische Anwendung zur Reduzierung von Falten bekannt. Obwohl die EU seit 2013 verbietet, Kosmetika zu produzieren oder importieren, die an Tieren getestet wurden, gilt dieses Verbot nicht für Botox. Der Grund ist ein Schlupfloch im Gesetz: Botox wird injiziert und nicht auf die Haut aufgetragen, weshalb es sich nach gesetzlicher Definition nicht um ein kosmetisches Produkt handelt.

Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.

Offener Brief von Herrn Dr. Eisenhardt von Loeper an Frau Bundeskanzlerin Merkel

Herr Dr. von Loeper hat gemeinsam mit dem ehemaligen
Präsidenten/Ehrenpräsidenten des Deutschen Tierschutzbundes, Herrn Wolfgang Apel, das Staatsziel „Tierschutz” im Artikel 20a des
Grundgesetzes erkämpft und somit die staatliche Schutzpflicht durch die Gesetzgebung „im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung” sowie durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung „nach Maßgabe von Recht und Gesetz” für die Tiere erstritten. Von dieser Staatszielbestimmung Tierschutz sind wir noch einen großen Schritt entfernt, weil die Politik
immer noch nicht dem Grundgesetz Rechnung getragen hat. Aus diesem Grund ist Herr Dr. Eisenhardt von Loeper an die Öffentlichkeit gegangen.